Verunfallt

«Das ist so schlimm»: Grosse Anteilnahme nach Tod des Fricktaler Rennfahrers Roger Nachbur

Grosse Anteilnahme nach Renndrama am Oberalppass (GR)

Der Bericht von Tele M1 zum tödlichen Unfall auf dem Oberalppass.

Am Samstag starb Roger Nachbur an der «Tortour» bei einer Kollision mit einem Töff. Der Tod des Ultra-Radrennfahrers (38) erschüttert die Radsport-Welt. Ein Weggefährte denkt sogar darüber nach, mit dem Velofahren aufzuhören.

Mario Müller hat schon mehrmals an der «Tortour» teilgenommen. Am Samstag verfolgt er das Geschehen am Computer, als er vom tödlichen Unfall Roger Nachburs erfährt. «Dann kommt plötzlich diese Meldung und man weiss es ist vorbei, jemand ist gestorben. Das ist so schlimm», sagt er gegenüber Tele M1.

Müller fuhr mit Nachbur regelmässig Langstreckenrennen. Der Unfall erschüttert den Extremvelofahrer derart, dass er darüber nachdenkt, mit dem Velofahren aufzuhören. Er wolle dies aus Respekt für den verstorbenen Kollegen tun.

Der 38-Jährige Nachbur verunfallte am Samstag auf dem Oberalppass. Er prallte in einen Töff, der ihm gemäss ersten Erkenntnissen auf seiner Strassenseite entgegenkam. Der genaue Unfallhergang ist unklar. Wie die Kantonspolizei Graubünden mitteilte, ereignete sich der Unfall in einer übersichtlichen Kurve.

Der verstorbene Aargauer stammt ursprünglich aus Stein. Er war ein erfahrener Biker und hat 2017 sowie 2019 die «Tortour» gewonnen. Das Non-Stop-Radrennen führt über mehrere Tage hinweg durch den normalen Strassenverkehr durch die Schweiz. Die Teilnehmer legen 1000 Kilometer am Stück zurück. Es sei ein brutales Rennen, das keine Fehler verzeihe, erzählt Ex-Radrennprofi Steffen Wesemann aus Küttigen. Wenn ein Töfffahrer kurzfristig ausschere, werde es für den Velofahrer sehr schwer. Wesemann sagt zum tödlich verunfallten Nachbur: «Ich denke, da hat er keine Chance gehabt.» (wue)

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