Fricktal

Das Fricker Marketing ist tierisch gut und sonnig schön

Die Gemeinden setzen zur besseren Vermarktung teilweise auch auf Logos. Neben kreativen Slogans, helfen auch Logos die regionalen Besonderheiten und Qualitäten gekonnt in Szene zu setzen.

Einen neuen Wohnort suchen oder einfach andere Gemeinden kennen lernen beginnt nicht selten mit einer virtuellen Reise durch die Homepages der Gemeinden. Bei den Etappenhalten durch die Fricktaler Websites werden einem beispielsweise in Mettauertal «Lebensräume für Lebensträume» angeboten; Rheinfelden lockt mit «Lebenswert. Liebenswert». «Beflügelt» ist man in Wittnau unterwegs; in Zeihen lädt die «grüne Oase zwischen Zürich und Basel» zum Wohlfühlen ein und «klein und fein» steht für Münchwilen. Eine klare Aussage machen die Gansinger in ihrem Slogan: «Hier gefällt’s mir».

Wie rund ein Dutzend der Fricktaler Gemeinden setzt Gansingen neben dem Slogan auch noch auf ein Logo – seit Jahresbeginn ein neues. Es zeigt in stilisierter Form das Gansinger Wappentier, eine Gans. «Das neue Logo wird der aufstrebenden und modernen Gemeinde besser gerecht», schreiben die Dorfverantwortlichen in ihrer Infoschrift. In der Nachbargemeinde Mettauertal nutzt man für den Werbeauftritt ebenfalls Logo, Slogan sowie zusätzlich ein Banner.

Schriftzug als Bild

Dass es nicht zwingend eine Grafik braucht, sondern auch ein Schriftzug anzusprechen vermag, zeigen «Möhlin bewegt» und «Eiken steht Kopf». «Das Logo wird auf den meisten Gemeindedrucksachen verwendet. Vereine, die unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen, müssen in Vereinspublikationen das Logo integrieren, sei es in Festschriften oder als Bandenwerbung. Bei Powerpoint-Präsentationen wird das Logo ebenfalls integriert», weist André Beyeler, Leiter Kultur- und Standortmarketing in Möhlin, auf die Verwendungszwecke hin.

Einige der Logos orientieren sich an den Gemeindewappen, andere hingegen an geschichtlichen Hintergründen. So etwa Laufenburg, das in sehr reduzierter Form auch an seine Bedeutung als Waldstadt am Rhein erinnert. Der Fluss ist ebenfalls Bestandteil des Steiner Logos. Hauptmotiv ist aber die historische Holzbrücke. Nebst Wappen-Bezug und geschichtlichen Hintergründen spielt auch die schöne Landschaft bei der Wahl der Logos eine Rolle. So macht etwa Zeihen als sonnige und grüne Oase auf sich aufmerksam.

Wichtiges Marketinginstrument

Für die strategische Weiterentwicklung habe die Vermarktung und Kommunikation einer Gemeinde immer grösseren Stellenwert, betont der Fricker Marketing-Experte Markus Obrist. Gehe es dabei doch auch um Bekanntheit und Image. «Wer möchte schon in einem Dorf leben oder in ein Dorf ziehen, wo es still und leblos ist. Wo keine Werte gelebt und gepflegt werden. Und wo keine Farbe und Kreativität vorhanden sind.»

Ein klares Erscheinungsbild mit kommunikativen Hauptaussagen vermittle einen ersten Eindruck. Ein Logo habe auch Wirkung auf die Dorfbevölkerung, ist Obrist überzeugt. «Die Einwohner identifizieren sich mit den Grundwerten und der Dynamik eines Logos und verlassen sich somit auf eine qualitativ gute und moderne Gemeindeführung.» Die Logos sollten in Text und Bild über die Schlüsselelemente der Gemeinde klare Aussagen machen. Dabei sei es wichtig, dass die ausgewählten Bilder und Texte möglichst prägnant, leicht auszusprechen und leicht zu erinnern sind.

«Meine Erfahrung zeigt, dass der Prozess zu dem neuen Marktauftritt die wichtigste Grundlage überhaupt ist», so Obrist. Dafür sollten möglichst viele Leute im Dorf miteinbezogen werden. «Ein neuer Auftritt soll getragen werden von Jung und Alt im Dorf.»

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