Möhlin/Wallbach
Das Abwasser fliesst jetzt problemlos durch den Wald

Die Druckleitung zwischen Möhlin und Wallbach ist seit kurzem in Betrieb. Nun folgt der Umbau der ehemaligen ARA Fischingertal. Die beiden Becken werden zu einem Pumpwerk und einem Regenrückhaltebecken umgebaut. Im September soll alles beendet sein.

Nadine Böni
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Die Abwasserleitung fliesst durch den Wald.

Die Abwasserleitung fliesst durch den Wald.

Keystone

Die Umsetzung verläuft einiges problemloser als die Vorgeschichte. Zur Erinnerung: Über Monate hatte die Gemeinde Wallbach darüber diskutiert, ob das Abwasser künftig nach Möhlin umgeleitet oder ob doch die eigene Abwasserreinigungsanlage saniert werden soll.

Mumpf, Obermumpf und Schupfart hatten sich rasch für die Leitung nach Möhlin entschieden – in Wallbach aber brauchte es eine Expertise, die auf die wirtschaftlichen und qualitativen Vorteile des Zusammenschlusses hinwies, um die Bevölkerung davon zu überzeugen. Erst im dritten Anlauf nahm die Einwohnergemeinde im Dezember 2010 das Abwasserprojekt schliesslich an.

Wasser fliesst problemlos

Im Juni 2011 startete dann der Bau an der Druckleitung. Der Plan: Eine neue, rund 5 Kilometer lange Transportleitung bringt das Abwasser der vier Gemeinden des Fischingertals nach Möhlin. Die Transportleitungen führen durch den Wald von der ARA Fischingen in das bestehende Kanalnetz der Gemeinde Möhlin. Der Anschlusspunkt liegt in der Bäumlimattstrasse im Industriegebiet von Möhlin.

Zehn Monate nach Baubeginn kann René Berger, Abteilungsleiter Bau und Umwelt von Möhlin, sagen: «Die Leitung ist fertig gebaut und abgenommen.» Seit Kurzem fliesst das Abwasser durch den Wald – und bisher ist kein Leck aufgetaucht.

«Alles läuft problemlos», sagt Berger. Und die 2008 sanierte ARA in Möhlin ist mit dem Wasser aus dem Fischingertal noch nicht ausgelastet. Mit ihren drei Abwasserstrassen ist sie auf rund 29'000 Einwohnergleichwerte ausgelegt – hat also sogar noch Reserven.

Umbau kommt als Nächstes

Jetzt folgt der Umbau der ehemaligen ARA Fischingertal. Die beiden Becken werden zu einem Pumpwerk und einem Regenrückhaltebecken umgebaut. Auch das Pumpwerk Chalch in Wallbach wird noch saniert und umgebaut.

Verlaufen auch diese Arbeiten ähnlich problemlos wie bisher, kann das Projekt früher als geplant abgeschlossen werden: im September statt im Dezember dieses Jahres. Was mit den beiden Faultürmen in Wallbach geschieht, ist derweil noch nicht klar.

Der Vorstand der ARA Fischingertal hat beschlossen, beide Türme sowie das Betriebsgebäude zurück zu bauen. Diese Woche werden die Faultürme entleert. Im Juni soll der Vorstand an einer Sitzung dann die entsprechenden Aufträge formulieren.

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