Laufenburg

CVP und FDP leisten Widerstand gegen Wasser-Pläne

Aus den Laufenburger Brunnen könnte bald Trinkwasser von auswärts fliessen.

Aus den Laufenburger Brunnen könnte bald Trinkwasser von auswärts fliessen.

Dass das Trinkwasser künftig von auswärts kommen soll, stösst auf Kritik bei den Ortsparteien von CVP und FDP.

Aktuell nutzt die Gemeinde Laufenburg die beiden Grundwasserfassungen Schäffigen und Klostermatte zur Trinkwasserbeschaffung. An der Gemeindeversammlung vom 18. November beantragt der Stadtrat nun aber einen Verpflichtungskredit von 215 000 Franken, um Abklärungen für eine neue Grundwasserfassung im Hardwald oder im Gebiet Rüchi auf dem freien Feld zwischen Laufenburg und Kaisten vorzunehmen.

Dagegen regt sich nun Widerstand. Die CVP will den Kreditantrag zurückweisen, wie sie in einer Mitteilung schreibt. «Wieso soll das Wasser für unsere Wasserversorgung mit grossem Aufwand und Qualitätseinbussen nach Laufenburg transportiert werden, wenn es bereits ausreichend und in ausgezeichneter Qualität vorhanden ist?», fragt die CVP und betont, das Laufenburger Grundwasser gehöre zu den besten im Kanton. Auch die FDP befürchtet in ihrem Communiqué, dass ein «vorgeschriebener Bezug durch neue Quellen nicht nur die Wasserqualität mindert, sondern auch hohe Kosten verursachen wird».

Konzessionen laufen aus

Der zuständige Stadtrat Christian Rüede hat Verständnis für die Kritik, wie er auf Anfrage sagt. Er gibt den schwarzen Peter aber dem Kanton weiter: «Die beiden Konzessionen laufen aus und der Kanton hat signalisiert, dass wir langfristig für die beiden bestehenden Grundwasserfassungen keine Konzession erhalten werden», sagt er.

Doch weshalb sind die Fassungen Schäffigen und Klostermatte nun plötzlich nicht mehr gut genug? Die Gesetzeslage habe sich in den letzten Jahren geändert und die Bestimmungen für Grundwasserschutzzonen seien verschärft worden, so Rüede. Dies bestätigt Christoph Mahr von der kantonalen Abteilung für Umwelt. Die entsprechende Verordnung sei zwar schon länger in Kraft, doch die Schutzzonen würden nur alle 15 Jahre überarbeitet. Ein Blick auf die Schutzzonen-Karte des Kantons zeigt, dass beide Laufenburger Grundwasserfassungen die Bedingung nicht erfüllen, dass in der Schutzzone 2 keine Bauten stehen dürfen.

Die CVP ist dennoch der Meinung, man müsse abklären, wie die «bewährte, zuverlässige und sichere Wasserversorgung weiterhin mit den eigenen Grundwasserfassungen betrieben werden kann». Rüede hält dagegen: «Es kostet allein rund 150 000 Franken, abzuklären, was es bräuchte, um nochmals eine Konzession für ein paar wenige Jahre zu bekommen.» Die Kosten für die Massnahmen würden dann wohl in Millionenhöhe liegen, so Rüede weiter.

Er räumt allerdings auch ein, dass eine neue Grundwasserfassung ebenfalls Kosten im sechsstelligen Bereich verursachen dürfte. Dennoch liege die Priorität des Stadtrats derzeit auf einer neuen Fassung im Gebiet Rüchi – «falls die Abklärungen dort positiv ausfallen».

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