Laufenburg

«Auskleiden verboten»: Dieses Schild sorgt bei Spaziergängern für Lacher

Das Verbotsschild dürfte aus einer Zeit stammen, als Männer und Frauen nur getrennt baden durften. SH

Das Verbotsschild dürfte aus einer Zeit stammen, als Männer und Frauen nur getrennt baden durften. SH

In Laufenburg sorgt ein über 100 Jahre altes Verbotsschild zwischen Freibad und Rheinufer bei Spaziergängern für so manch Schmunzeln. Darauf steht: «Das Auskleiden ausserhalb des Schwimmbades ist verboten».

Die Freibadsaison ist definitiv vorbei. Die sinkenden Temperaturen veranlassen nur noch ganz besonders abgehärtete Personen, die Kleider abzustreifen und draussen ein Bad zu nehmen.

Im Laufenburger Schwimmbad ist dies zurzeit nicht mehr möglich. Die Tore sind verschlossen und das Becken wasserlos. Der direkt unterhalb des Freibades vorbeifliessende Rhein hätte genügend Wasser.

Wer hier jetzt noch eine Runde schwimmen und sich dafür der Kleider entledigen möchte, sei auf eine Tafel hingewiesen, die nur wenige Meter vom Eingang des Freibades, aber auch nur unweit vom Rheinufer entfernt steht.

Es handelt sich um ein etwas in die Jahre gekommenes Verbotsschild. «Das Auskleiden ausserhalb des Schwimmbades ist verboten» steht darauf. Es wird mit Busse vom 5 bis 15 Franken gedroht. «Das Schild ist wahrscheinlich über 100 Jahre alt und gilt folglich nicht mehr», sagt der stellvertretende Laufenburger Gemeindeschreiber Marco Waser. «Früher mussten die Männer und Frauen noch getrennt baden gehen, eventuell hat es damit etwas zu tun.»

Dass das Schild keine rechtliche Wirkung mehr hat, sieht auch Werner Bertschi, Chef der Polizei Oberes Fricktal, so: «Wir mussten uns meines Wissens noch nie mit diesem Verbot beschäftigen und es wird durch uns auch nicht aktiv kontrolliert.»

Auch er geht davon aus, dass der Zustand des Schildes und die Strafandrohung von 5 bis 15 Franken auf ein sehr altes Verbot schliessen lassen. Bertschi fügt noch an, dass die Leute davon ausgehen können, dass die Polizei in der heutigen Zeit niemanden verzeigen würde, wenn er oder sie im Rhein ein Bad geniesst.

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