Aus der «Light»-Version der Fasnacht wird nichts

Das Kaiseraugster Fasnachts-Comité hat den Anlass 2021 abgesagt.

Nadine Böni
Merken
Drucken
Teilen

Kaiseraugst Es war von Anfang an ein Balanceakt für das «Chaiseraugschter Fasnachts-Comité». Während andere Fricktaler Fasnachtshochburgen – etwa Möhlin und Rheinfelden – in den vergangenen Wochen entschieden, 2021 auf eine Durchführung der Fasnacht zu verzichten, wollten die Kaiseraugster noch nicht aufgeben. Klar war dabei: Wie gewohnt wird die Fasnacht kaum stattfinden können. Aber: Die Organisatoren arbeiteten ein Konzept für eine «Fasnacht light» aus. «Wir hoffen, wenigstens einige Anlässe durchführen zu können», sagte Mathias Hassler, Obmann des Fasnachtskomitees, noch Ende September gegenüber der AZ.

Am Mittwochabend dann das Aus auch für die «Light»-­Version. «Wir haben in den letzten Wochen intensiv eine ‹Fasnacht light› ausgearbeitet und alles versucht, um eine Fasnacht 2021 zu realisieren. Leider konnten wir aber aufgrund der aktuellen Umstände keine durchführbare und bewilligungsfähige Lösung entwickeln», heisst es in einer Mitteilung des Comités. Der Balanceakt ist gescheitert.

Eine Fasnacht, die auch Spass macht

Der Entscheid wurde auch in Absprache und gemeinsam mit der Gemeinde getroffen. «Er ist uns nicht leicht gefallen, aber wir stehen voll dahinter», betont Mathias Hassler. Die jüngsten, wieder deutlich höheren Infektionszahlen hätten dabei nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Vielmehr habe man irgendwann akzeptieren müssen, dass es «schwierig bis unmöglich wird, eine Fasnacht zu organisieren, die den behördlichen Vorgaben und den gesellschaftlichen Ansprüchen gerecht wird», wie Hassler es ausdrückt. Eine Fasnacht also, die nicht nur alle Sicherheitsvorgaben erfüllt, sondern dabei den Besuchern auch noch Spass macht.

Das Fasnachts­-Comité blickt nun vorwärts. Dass im Februar 2021 doch noch fasnächtliche Anlässe im Dorf stattfinden, hält Hassler derzeit zwar für «sehr unwahrscheinlich». Aber: Hinter den Kulissen werden bereits Ideen dafür gesammelt, wie dann trotz allem auf anderem Wege etwas fasnächtlicher Geist verbreitet werden könnte. «Wir besprechen das in den kommenden Tagen und Wochen mit den einzelnen Cliquen», so Hassler.