Möhlin

Auch die Monroe grüsst im Bata-Park

Marilyn Monries rote Schuhe

Marilyn Monries rote Schuhe

Anlässlich des 80-Jahr-Jubiläums findet das «Familie-Fäscht» am 1. August einmalig im Bata-Park statt. Im idyllischen Baudenkmal werden Wettrennen, Rundfahrten, Konzerte und einiges mehr geboten.

Roger Federer, Drew Barrymore, Tiger Woods – alle werden sie am 1.August einen Fussabdruck hinterlassen. Am Fest können ihre Schuhe sowie Exemplare von sieben weiteren Superstars entdeckt werden. Die Schuhe stammen aus dem Bata Shoe Museum in Toronto, welches die gebürtige Schweizerin Sonja Bata 1995 im Zentrum der kanadischen Metropole eröffnete. Die Schuhunternehmerin will am 1. August nach Möhlin kommen, um im Bata-Park die Festrede zu halten.

Bis 90000 Beschäftigte

Gemeinsam mit ihrem Mann Thomas J. Bata führte sie während Jahrzehnten das grösste Schuhunternehmen der Welt, welches bis zu 90000 Personen beschäftigte. Die von ihrem Schwiegervater Thomas Bata im Fricktal gegründete Firmensiedlung feiert dieses Jahr das 80-jährige Bestehen; sie gilt als ein Baudenkmal von nationaler Bedeutung.

Sonja Bata freut sich auf die Rückkehr nach Möhlin. Die 1926 geborene Unternehmerin erzählte kürzlich in ihrer Heimatstadt Zürich: «Für mich wird das ein Erlebnis. Möhlin ist für mich mit vielen Erinnerungen und Emotionen verbunden.» Neben ihrer Festrede soll die vom Bata Shoe Museum gestaltete Schuhausstellung einen weiteren Höhepunkt bilden. Von Elton John gibt es beispielsweise ein Paar silbrige Schuhe mit 13 Zentimeter hohem Plateau zu entdecken. Von Eleganz zeugen die Highheels der Hollywood-Diva Elizabeth Taylor. Auf der Website der Gemeinde kann darüber abgestimmt werden, auf welchen Schuh sich die Gäste am meisten freuen. An der Ausstellung wird das Resultat der Internet-Umfrage präsentiert werden.

Bata-Players aus Frankreich

Der Glanz der Schuhe aus Toronto soll nicht von einem attraktiven Programm ablenken, welches die Gäste am 1. August erwartet. Um 14 Uhr werden die Bata-Players aus Frankreich ein kurzes Eröffnungskonzert spielen. Die sechs Rentner waren in der ehemaligen Bata-Fabrik in Bataville-Hellocourt Mitglieder einer Musikkapelle für die bis zu 3000 Arbeiter. In Möhlin beschäftigte die 1990 eingestellte Schuhproduktion bis zu 750 Menschen. Viele von ihnen nennen sich noch heute «Batalianer».

Ein aufgefrischtes Bata-Bähnli

Die Bata-Schuh AG lädt die Ehemaligen im Anschluss an die Eröffnungszeremonie zu einem Apéro ein. Die älteren «Batalianer» können sich noch an das Bata-Bähnli erinnern, welches früher bei Firmenfesten im Einsatz stand. Am Fest dürfen sie die Version 2012 entdecken. Es fährt am 1. August für Jung und Alt gratis durch den idyllischen Bata-Park. Für Kinder steht ein Hort mit Bastelangebot, Malatelier und Spielen zur Verfügung, eine Festwirtschaft sorgt für das leibliche Wohl, der Shuttle der Postauto AG gewährt innerhalb der Gemeinde eine einfache und kostenlose Anreise.

Die Nationalfeier im Bata-Park nimmt das Motto «Familie-Fäscht» beim Wort. Der geschichtsträchtige Ort bietet insbesondere für Kinder eine fabelhafte Spielwiese. An einem «Batalauf» werden zudem die schnellsten Junioren erkoren. Die Zahl der Teilnehmer ist limitiert. Der Damenturnverein, welcher das Rennen organisiert, nimmt noch Anmeldungen entgegen. Den Schlusspunkt der Feier setzt nach 22 Uhr ein grosses Feuerwerk.

Apéro für Ehemalige

Seit 2005 steht das teilweise denkmalgeschützte Areal im Besitz der Jakob Müller AG aus Frick. Die Textilmaschinenfabrik feiert dieses Jahr bereits das 125-jährige Bestehen. Neben dem Fricktaler Unternehmen beteiligt sich auch die Bata-Schuh AG am Fest. Die Schweizer Geschäftsstelle des global agierenden Schuhkonzerns hat ihren Sitz heute in Pratteln. Bata nimmt zur Zeit Anmeldungen für den Apéro von ehemaligen Mitarbeitern entgegen.

Das Riesenfest will ein Stück Lokalgeschichte lebendig machen. So wird anlässlich des Projekts «80 Jahre leben mit Bata in Möhlin» im ehemaligen Administrationsgebäude eine Ausstellung über die Geschichte des Bata-Parks gezeigt. «Wir wollen eine mobile Ausstellung, die auch nach dem Fest eingesetzt werden kann», erklärt der Projektleiter Tobias Ehrenbold das Konzept der Ausstellung. «Die Besucher sollen Möhliner Geschichte erfahren können.» (az)

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