Eiken

Angemessene Lösung statt «Pfläschterlipolitik»: Die Gemeinde will ihr Verkehrsproblem lösen

Drei Fussgängerstreifen innerhalb von wenigen Metern – die Gemeinde Eiken möchte gefährliche Stellen wie diese entschärfen. nbo

Drei Fussgängerstreifen innerhalb von wenigen Metern – die Gemeinde Eiken möchte gefährliche Stellen wie diese entschärfen. nbo

Immer wieder sorgen der Verkehr und die Verkehrssicherheit von Velofahrern und Fussgängern in Eiken für Diskussionen. Die Gemeinde möchte ihr Verkehrsproblem darum mit einem neuen Verkehrskonzept lösen.

Vizeammann Christoph Aebi redet gar nicht erst um den heissen Brei herum: «Es ist uns bewusst, dass es in Eiken problematische Stellen gibt.» Immer wieder sorgen der Verkehr und die Verkehrssicherheit von Velofahrern und Fussgängern für Diskussionen im Dorf.

Erst im vergangenen Jahr reichten 40 Petitionäre eine Unterschriftensammlung ein. Deren Ziel: Die Sicherheit der Kinder auf dem Weg zur Schule und zum Kindergarten verbessern.

Mehr Schilder reichen nicht

Nun möchte der Gemeinderat ein Verkehrskonzept erstellen, das «möglichst allen Umständen gerecht wird und breit abgestützt auf die ganze Verkehrssituation in Eiken zugeschnitten ist», wie Aebi sagt. «Die Verkehrssicherheit und die Verkehrssituation kann nicht mit ein paar zusätzlichen Strassenlampen oder Schildern wesentlich verbessert werden.»

Bereits ein im Frühjahr erstellter Bericht eines Experten des Bundesamts für Unfallverhütung (BfU) hat gezeigt: Es gibt im Dorf viele heikle Stellen. Unter anderem sind das diese:

  • Kreuzung Hauptstrasse/Schupfarterstrasse: Die Situation mit gleich drei Fussgängerstreifen innerhalb von nur wenigen Metern ist unübersichtlich – für Fussgänger wie für Automobilisten.
  • Kreuzung Hauptstrasse/Laufenburgerstrasse: Die Kreuzung ist im Feierabendverkehr überlastet. Das führt zu langen Rückstaus auf der Laufenburgerstrasse. Dort befindet sich ein Fussgängerstreifen. Die Fussgänger müssen sich oftmals zwischen den stehenden Autos hindurch über die Fahrbahn wagen.
  • Bahnbrücke: Von der Neumattstrasse geht ein Fussgängerstreifen über die Laufenburgerstrasse – Fussgänger treten dort direkt hinter der Stützmauer der Bahnbrücke hervor auf die Fahrbahn. Kommt hinzu: Die Schule ist in der Nähe, hier sind entsprechend viele Kinder unterwegs.

Dieser Bericht sowie die vorgeschlagenen Verbesserungsmöglichkeiten wurden in der Verkehrskommission besprochen. Sie kommt zum Schluss: «Die Problematik liegt noch weiter verteilt, als im BfU-Bericht aufgezeigt», sagt Aebi.

Statt einer «Pfläschterlipolitik» soll deshalb eine «angemessene Lösung die Ursache der Problematik beheben», so der Vizeammann. «Es ist dem Gemeinderat ein wichtiges Anliegen, dass keine Steuergelder für Massnahmen verbrannt werden, die in kürzester Zeit wieder hinfällig werden.»

Gespräche mit Kanton und SBB

In die Erarbeitung des Verkehrskonzepts sind verschiedene Stellen involviert. Unter anderem wurden bereits Gespräche mit dem Kanton und der SBB geführt. «Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir einen Massnahmenkatalog, der viele verschiedene Brennpunkte behandelt», so Aebi. «Diese nach Dringlichkeit und auch nach finanziellen Möglichkeiten zu sortieren, ist ebenfalls eine bestehende Teilaufgabe des Verkehrskonzepts.»

Einen genauen Zeitplan möchte Christoph Aebi nicht nennen. «Der Gemeinderat versteht die Ungeduld», sagt er und bittet gleichzeitig um Verständnis: «Wir erarbeiten eine nachhaltige Lösung. Das nimmt eine gewisse Zeit in Anspruch.»

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