Kommentar

Alles wie gehabt – und das ist gut so

Thomas Wehrli

Das obere Fricktal setzt doppelt auf Konstanz: Zum einen kommt es zu keinen Sitzverschiebungen, zum anderen wurden alle Bisherigen, die wieder antraten, klar bestätigt. Das zeigt: Sie haben in den letzten vier Jahren einen guten Job gemacht und sich dabei vor allem auch für die Anliegen der Region eingesetzt. Das ist ohnehin die grosse Stärke des Fricktals, um die uns andere Regionen beneiden: Wenn es darauf ankommt, stehen die Fricktaler geschlossen wie eine Wand zusammen. Das muss so bleiben, denn in der nächsten Legislatur stehen viele regional wegweisende Projekte an; die Mittelschule ist nur ein Beispiel.

Die Wahlen haben im oberen Fricktal auch eine Wahlasymmetrie behoben, die dem Wahlsystem geschuldet war: Obwohl die CVP 2016 als zweitstärkste Kraft ins Ziel einlief, holte sie nur einen Sitz. Die SP, die auf rund zwei Prozent weniger Wähleranteil kam, holte dagegen zwei. Nun ist die SP die Nummer zwei im Bezirk und der zweite Sitz steht ihr somit auch von ihrem Wähleranteil her zu.

Links-Grün geht im oberen Fricktal aus den Wahlen gestärkt, die bürgerlichen Parteien dagegen geschwächt hervor. Zu denken geben muss das Ergebnis vor allem der CVP. Die einst dominierende Partei verlor erneut 1,74 Prozent und sackte damit unter die 20-Prozent-Marke. Zum Vergleich: 2005 holte die Partei noch 30,4 Prozent der Stimmen. Handkehrum legte besonders die GLP ein starkes Ergebnis hin. Für einen Sitz reichte es zwar nicht. Noch nicht.

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