Frick/Birrhard

Aargauer Fitness-Unternehmer muss unbetreute Studios wieder schliessen

Unbeaufsichtigte Fitness-Studios müssen wieder schliessen

Anton Obrist im Beitrag von Tele M1.

Gerade mal richtig eingewärmt, ist schon wieder Schluss: Die Polizei hat die Budget-Fitnesscenter von Anton Obrist in Frick und Birrhard am Dienstag geschlossen. Das Problem: Sie sind überwiegend unbetreut. "Das hat mich sehr überrascht", sagt der Inhaber der Fitnesscenter-Kette zum Regionalsender Tele M1. "Wir hatten beim Kanton angefragt. Es hiess, wenn man ein Schutzkonzept habe, könne man im Prinzip die Anlagen öffnen."

Obrist sperrte Geräte, die zu nahe beieinanderstehen, ab. Er vertraute aber auf die Eigenverantwortung seiner Kunden, dass sie die Abstands- und Hygieneregeln des Bundes einhalten. "Beim Einkaufen kann man ja auch nicht immer neben dem Kunden stehen", sagt er. In vielen Bereichen des Alltags zähle man auf die Eigenverantwortung.

Beim Branchenverband der Fitnesscenter glaubt man nicht, dass man die Regeln ohne Aufsichtspersonal durchsetzen kann. "Es muss jemand physisch vorhanden sein, der überwacht, wie viele Leute hineingelassen werden", sagt Roland Steiner, Vize-Präsident des Schweizer Fitnesscenter-Verbands. Man müsse auch permanent sicherstellen, dass die Kunden die Geräte reinigten und sich an das Hygienekonzept hielten.

Obrists Kunden können indes weitertrainineren. Er besitzt auch zwei betreute Studios, die weiterhin geöffnet sind. (mwa)

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