Oberrüti
Spatenstich zur letzten Überbauung in Oberrüti

Mit dem Kirchrain wird die letzte grössere Landreserve in Oberrüti überbaut. Der Gemeindeammann befürchtet, das Wachstum könnte künftig durch das neue Raumplanungsgesetz gebremst werden.

Fabian Hägler
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Architekt Martin Jäger erläutert das Projekt am Kirchrain Oberrüti. fh

Architekt Martin Jäger erläutert das Projekt am Kirchrain Oberrüti. fh

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge begrüsste Gemeindeammann Thomas Isler die Teilnehmer beim Spatenstich am Kirchrain. «Lachend, weil wir mit dem Projekt eine schöne Überbauung mit modernen Wohnungen erhalten – weinend, weil hier das letzte grössere, zusammenhängende Baugebiet in Oberrüti überbaut wird», sagte Isler.

Damit werde die bevölkerungsmässige Entwicklung des Dorfes, das derzeit rund 1420 Einwohner zählt, vorerst ins Stocken geraten, erklärte er. «Wie sich das neue Raumplanungsgesetz konkret auswirken wird, ist noch nicht klar», gab Isler zu bedenken.

Bei den Bauverantwortlichen war die Stimmungslage durchwegs optimistisch. Architekt Martin Jäger vom Büro Jäger Egli in Luzern erläuterte das Projekt. «Wir realisieren und sieben zusammengebaute vier alleinstehende Einfamilienhäuser, das ergibt eine angemessene Verdichtung.»

Es werde aber keine Reihenhäuser geben, sondern eine Überbauung mit zahlreichen Durchblicken und Freiräumen, führte der Architekt aus. Sein Büro hat den Wettbewerb der Vimmob GmbH (Sins gewonnen, die als Bauherrin auftritt. Vimmob-Vertreter Josef Villiger hielt fest, damit sei ein qualitativ hochstehendes Bauprojekt gewährleistet.

Im unteren Teil des Baugebiets realisiert die Rey Immobilien AG vier weitere Einfamilienhäuser. «Ich freue mich, auch hier in Oberrüti ein paar Nägel einzuschlagen», schmunzelte Firmeninhaber Bruno Rey.

Insgesamt entstehen am Kirchrain so 22 Wohneinheiten, was rund 60 neue Einwohner nach Oberrüti bringen dürfte. Für die Erschliessung des Gebiets sind 1,9 Mio. Franken vorgesehen, davon zahlt die Gemeinde 350 000 Franken, die Wasserversorgungsgenossenschaft 60 000 Franken und Private 1,54 Mio. Franken.