Wohlen
Sanierung des Chappelehofs darf weiter geplant werden

Wohler Verein St.Leonhard sprach 870'000 Franken dafür.

Andrea Weibel
Merken
Drucken
Teilen
So könnte der Chappelehof in Wohlen in wenigen Jahren aussehen.

So könnte der Chappelehof in Wohlen in wenigen Jahren aussehen.

Visualisierung/zvg

Sie hatten keinen Plan B – und brauchen nun auch keinen. Der Vorstand des Vereins St.Leonhard stellte Anfang November sein neues Projekt vor. Es sieht eine Rundumerneuerung des 1967 gebauten Chappelehofs mitten in Wohlen vor. Und diese darf nun weiter geplant werden. Das hat der Verein St.Leonhard diese Woche durch eine coronabedingte briefliche Abstimmung beschlossen, an der 74 Mitglieder teilgenommen haben.

In einer Pressemitteilung schreibt der Verein: «Alle Geschäfte wurden angenommen. Insbesondere die klare Genehmigung des Projektierungskredits Sanierung Chappelehof über 870'000 Franken mit 69 Ja-Stimmen hat den Vorstand sehr gefreut und motiviert die verantwortlichen Personen, das Projekt möglichst zeitnah zur Ausführung zu bringen.» Was das genau heisst, erklärte Präsident Paul Huwiler im November enthusiastisch: 2021 soll die Baueingabe erfolgen, 2022 bereits der Spatenstich, hoffen sie.

12,4 Mio. Franken: Jetzt werden Spender gesucht

Das neue Projekt will den Chappelehof in seinen Grundzügen lassen, wie er ist. Unbedingt soll wieder ein Restaurant darin unterkommen. Ganz wichtig sind der Projektgruppe auch die oberen Geschosse, in denen neben Büro- und Vereinsräumen auch Alterswohnungen untergebracht sind. Auch die Plattform im Untergeschoss, die Kegelbahn und Räume für Jungwacht/Blauring, den Sami­chlausverein, die Mütter- und Väterberatung und weitere Institutionen sollen weiterhin Platz im «Chappi» haben.

«Nun sind wir auf Stiftungen und Private angewiesen, um die Kosten stemmen zu können», sagte Andrea Fuchs im November. Die Gesamtkosten sollen rund 12,4 Mio. Franken betragen. Zum Vergleich: 1965 kostete die Erstellung des Chappelehofs 3,6 Mio. Franken. «Teuerungsbereinigt entspricht das heute einem Betrag von 12,8 Mio. Franken. In dieser Grössenordnung bewegen sich auch die Kosten für die zwingend notwendige Sanierung», heisst es in der Mitteilung.