Dicke Post
Nervöse Aargauer BDP greift SVP-Biffiger frontal an

Die Aargauer BDP will auf den Plakaten von SVP-Nationalratskandidat Gregor Biffiger den Kurdenführer Öcalan sowie Massenmörder Leibacher entdeckt haben. Der Angeschossene will davon nichts wissen.

Christian Bütikofer
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Nervöse Aargauer BDP greift SVP-Biffiger frontal an
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 Auf diesem Plakat soll sich der Zuger Amokläufer Leibacher befinden.
 Ein bisschen gegoogelt: die BDP will Öcalan und Leibacher entdeckt haben.
 Bei diesen Bildern wurden die BDP-Detektive nicht fündig...
 Bei dieser Person tippten aber einige AZ-Redaktoren mit einem Schmunzeln auf den Stockzähnen spontan auf «Osman»...
 ... der sich auf TV3 mit einem denkwürdigen Auftritt zum Thema «Jugendgewalt» verewigte...

Nervöse Aargauer BDP greift SVP-Biffiger frontal an

AZ

Dicke Post versandte der Aargauer BDP-Präsident und Grossrat Bernhard Guhl übers Wochenende der Presse.

Guhl stört sich am Wahlplakat (siehe Bildergalerie) von Gregor Biffiger, SVP-Grossrat und wie Bernhard Guhl mit Nationalratsambitionen.

Auf dem Plakat kutschieren die Bundesräte Sommaruga, Widmer-Schlumpf und Schneider-Amman dutzende «Masseneinwanderer» in die Schweiz. Die Bundeskanzlei untersagte Biffiger die Verwendung der Konterfeis auf seinem Wahlplakat, doch Biffiger hält sich bis heute nicht daran.

Nun will die Aargauer BDP-Spitze auf dem Plakat den Zuger Amokläufer Friedrich Leibacher (14 Tote, September 2001) sowie den Kurdenführer Abdullah Öcalan (PKK, Türkei) entdeckt haben, nachdem sie mit Google «ein bisschen recherchierte».

Danach verschickte die BDP eine aufgeregte Pressemitteilung und unterstellte Biffiger, «dass die Personen im Hintergrund ganz bewusst ausgewählt wurden - vielleicht auch ein bisschen zum Prahlen im eigenen Freundeskreis».

Gregor Biffiger verteidigt sich gegen die Vorwürfe seiner politischen Gegner auf «Tele M1» wortreich. Leibacher sei auf dem Plakat nicht zu sehen. Die Personen auf dem Plakat seien verfremdet worden, meinte er weiter.

Recherchen von az konnten die Vorwürfe nicht sicher bestätigen. Die Aktion der BDP dürfte in die Kategorie «Wahlkampfnervosität» gehören.

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