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Murimoos ändert seine Rechtsform – jetzt hat sich Widerstand gebildet

Der bisherige gemeinnützige Verein Murimoos soll zur Aktiengesellschaft und zur Stiftung werden. An einer schriftlichen ausserordentlichen Generalversammlung wurde dies beschlossen. Nun hat sich die IG Zukunft Murimoos formiert – sie will am Mittwoch erklären, weshalb sie gegen diese Änderungen ist.

Andrea Weibel
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Das Murimoos werken und wohnen will seine Rechtsform ändern. Eine Interessengemeinschaft möchte das verhindern.

Das Murimoos werken und wohnen will seine Rechtsform ändern. Eine Interessengemeinschaft möchte das verhindern.

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130 Mitglieder haben über eine Rechtsformänderung des Vereins Murimoos abgestimmt. Dies an einer ausserordentlichen Generalversammlung, die aufgrund von Corona schriftlich durchgeführt worden ist. Wie in der Lokalzeitung «Der Freiämter» zu lesen war, haben 79 Stimmberechtigte der Änderung zugestimmt, 45 waren dagegen. Damit wurde der Vorstand beauftragt, die nächsten Schritte im Prozess der Rechtsformumwandlung anzugehen.

Nötig wurde die zweite ausserordentliche Generalversammlung, weil an der ersten im September das Beschlussquorum nicht erreicht werden konnte. Dies ist für eine solche Änderung zwingend, wie damals erklärt wurde. Die Hälfte aller Stimmberechtigten wäre nötig gewesen, um die Änderung durchzusetzen.

Insgesamt will die soziale Institution Murimoos werken und wohnen mit der Änderung zweierlei erreichen. Einerseits sei die Form eines Vereins für die heutige Grösse des Murimoos nicht mehr zeitgemäss. Die neue gemeinnützige Aktiengesellschaft Murimoos AG soll sich um den operativen Betrieb kümmern. Auch der Kanton begrüsse diese Neustrukturierung. Andererseits könne durch die neue Stiftung das Murimoos weiterhin mit sozialem Engagement und Spenden unterstützt werden.

Über 80 Personen wollen ihre Bedenken darlegen

Gegen diese Rechtsformänderung hat sich nun Widerstand formiert. Die Interessengemeinschaft IG Zukunft Murimoos besteht aus über 80 Personen, die mit der geplanten Änderung nicht einverstanden sind. Kommenden Mittwoch wollen sie im Rahmen einer Pressekonferenz an die Öffentlichkeit gelangen. Sie schreiben:

«Wir wollen unsere Sorgen und Bedenken um das Murimoos begründen und unsere Forderungen erläutern. Denn es handelt sich um eine bedeutende Sozialinstitution im Freiamt.»

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