Muri
Dieser 16-Punkte-Koch wird Küchenchef im neuen «Caspar»

Seit 15 Jahren ist der deutsche Spitzenkoch Sebastian Rabe in der Schweizer Restaurantszene aktiv. Nun wird er ab Ende Jahr im neuen Murianer Drei-Häuser-Hotel Caspar kulinarisch zaubern.

Marc Ribolla
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Der Deutsche Spitzenkoch Sebastian Rabe wird der Koch im Hotel Caspar in Muri.

Der Deutsche Spitzenkoch Sebastian Rabe wird der Koch im Hotel Caspar in Muri.

zvg

Freunde guten Essens kommen im Freiamt bald in den Genuss der Kochkünste eines Spitzenkochs. Der Deutsche Sebastian Rabe möchte auch den Gästen im zukünftigen Murianer Drei-Häuser-Hotel Caspar, das zurzeit im Bau ist, ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Aktuell ist er noch im Restaurant Wart im zugerischen Hünenberg engagiert, das im Herbst schliesst. Von «Gault-Millau» ist er dort mit 16 Punkten ausgezeichnet.

Den Gästen ein spannendes Erlebnis bieten

Es sei ein Kompliment für das Projekt, den Standort Muri und die künftigen Gäste, dass sich ein Küchenchef vom Format Sebastian Rabes für das «Caspar» habe begeistern lassen, sagt Hoteldirektor John M. Rusterholz in einer Mitteilung. Und weiter:

«Es ist ein Glücksfall, jemanden zu gewinnen, der hier lebt und sich mit so viel Leidenschaft mit der Region auseinandersetzt – auch in der Küche.»

Dass Rabe regelmässig mit «Gault-Millau»-Punkten ausgezeichnet wird, wann immer er sich irgendwo an den Herd stellt, sei zwar schön, aber nicht das Wichtigste, betont Rusterholz. «Es geht darum, den Gästen ein spannendes Erlebnis zu bieten.»

John M. Rusterholz ist der Direktor des Drei-Häuser-Hotels Caspar in Muri.

John M. Rusterholz ist der Direktor des Drei-Häuser-Hotels Caspar in Muri.

zvg

Der 38-jährige Rabe ist denn auch alles andere als ein klassischer Küchenchef, der eine Brigade von Köchen herumkommandiert und nach Michelin-Sternen greift. Viel lieber zeigt er sich von seiner ungezwungenen Seite, pflegt die gute Beziehung zu seinem Team und zu den Gästen, die ihm deshalb auch oft von einem Ort zum andern folgen.

Dass Rabe dieses Mal nur von Hünenberg nach Muri zieht, wird viele von ihnen aufatmen lassen. Die Distanz ist problemlos machbar. Und er wird im «Caspar» einen weiteren Trumpf im Ärmel haben. «Unsere Gäste können problemlos aus der ganzen Schweiz anreisen und bei uns übernachten», sagt er lachend. «Und wir bieten ihnen ein kulinarisches Erlebnis rund um ihre Auszeit im Freiamt.»

Erste Anstellung in Ascona im «Castello del Sole»

Sebastian Rabe wuchs im deutschen Salzgitter auf und machte eine Ausbildung zum Koch. Seine Laufbahn startete er anschliessend im Hamburger 5-Sterne-Hotel Louis C. Jacob, dessen Restaurant mit 18 Gault-Millau-Punkten und einem Michelin-Stern glänzt. 2006 kam er in die Schweiz und fand im «Castello del Sole» in Ascona als Jungkoch eine Anstellung. Seither wechselte er zwar des Öfteren seine Stelle, dem Land hingegen blieb er treu. Rabe sagt:

«In der Schweiz bin ich heute tatsächlich viel mehr zu Hause als in meiner Heimat Deutschland.»

Wie stark er sich dem Ort verbunden fühlt, an dem er lebt und arbeitet, zeigt sich auch in seiner Küche, die sich konsequent frisch und regional präsentiert. Auf den Tisch kommt, was im engsten Umkreis produziert wird. So wird er im «Caspar» in Muri seine Zutaten ebenso aus der Region beziehen wie in der «Wart». «Sämtliche Produzenten liegen dort im Umkreis von zehn Minuten», sagt Rabe.

Das Drei-Häuser-Hotel Caspar in Muri ist im Bau – hier im Herbst 2020.

Das Drei-Häuser-Hotel Caspar in Muri ist im Bau – hier im Herbst 2020.

zvg (2020)

Obwohl sich dieser in der Spitzengastronomie bewegt, geht es laut John M. Rusterholz im Moment nicht um Punkte und Sterne für die Restaurants im «Caspar» –, sondern um das gastronomische Konzept. Was diesbezüglich jetzt schon klar ist: Das Angebot soll von kompromisslos hoher Qualität sein und sich an ein breites Publikum richten. Rabe tritt seine Stelle am 1. Oktober an. Ende Jahr startet das «Caspar» schrittweise mit seinem gastronomischen Angebot, zuerst voraussichtlich im frisch herausgeputzten «Ochsen», heisst es in der Mitteilung weiter.

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