Oberrüti
Ist die Z-Fighter-Halle nach der Schliessung nur noch Makulatur?

Die Vanoli Beton und Transporte AG schliesst und lässt offen, was mit ihrem Gelände in Oberrüti geschieht. Damit stellt sich die Frage, was aus den Hallenplänen des Inline-Hockeyclubs Z-Fighters wird.

Eddy Schambron
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Was mit dem Gelände der Vanoli AG und dem grundsätzlich bewilligten, aber beim Verwaltungsgericht hängigen Baugesuch geschieht, ist noch unklar. ES

Was mit dem Gelände der Vanoli AG und dem grundsätzlich bewilligten, aber beim Verwaltungsgericht hängigen Baugesuch geschieht, ist noch unklar. ES

Eddy Schambron

Jetzt scheint vieles wieder offen zu sein in Oberrüti: Nachdem die Zuger Bauunternehmung AG Mario Vanoli Erben in Steinhausen bekannt gab, ihre Tätigkeit einzustellen und die Vanoli Beton und Transporte AG in Cham zu schliessen, stellt sich die Frage, was mit dem Gelände in Oberrüti geschieht, auf welchem ein Werkhof mit Betonwerk geplant war. Gegen dieses Projekt war in der Gemeinde massive Opposition erwachsen; Vizeammann Pius Hofstetter hat sogar seine Beschwerde gegen die erteilte Baubewilligung jüngst an das Verwaltungsgericht weitergezogen (az vom 14. Februar).

Rückzug noch unbestimmt

Die vom Gemeinderat Oberrüti im November 2012 an die Vanoli Beton und Transporte AG in Cham erteilte Baubewilligung für den Neubau eines Werkhofes mit Betonwerk, Werkstatt, Material und Sortierhallen, Betriebsgebäude und verschiedene Gewerbebauten war vom Regierungsrat als korrekt beurteilt worden; die gegen die Baubewilligung eingereichten Beschwerden wurden «umfassend abgewiesen».

Die Gegnerschaft des Betonwerks hat sich, vor allem wegen eines massiven befürchteten Schwerverkehrs, nicht nur mit Einwendungen gegen die Baubewilligung gewehrt, sondern versuchte auch, über eine Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung das Vorhaben in der geplanten Form zu vereiteln. Die dadurch entstandenen Verzögerungen seien mit ein Grund dafür, dass sich das Tiefbauunternehmen entschieden hat, den Betrieb einzustellen, führte Verwaltungsratsmitglied Thomas Bornhauser gegenüber der «Neuen Luzerner Zeitung» (NLZ) aus.

«Die Ungewissheit darüber, wann und wie es in Oberrüti vorwärtsgeht, hat ihren Teil zum Entscheid beigetragen.» Aus Sicht des Unternehmens sei es extrem schwierig, mit einer solchen Situation umzugehen. Auf dieser Grundlage sei es nicht möglich gewesen, zu planen. Was mit dem Gelände geschieht und ob das Baugesuch zurückgezogen wird, konnte er noch nicht sagen.

«Keine voreiligen Schlüsse ziehen»

Diese Frage ist nicht zuletzt für den Inline-Hockeyclub Z-Fighters von einiger Bedeutung. Die Vanoli AG hatte nämlich in Aussicht gestellt, dem Verein auf dem Gelände des geplanten, neuen Werkhofes die Möglichkeit zu bieten, die schon längst gewünschte Halle zu realisieren.

Noch am 22. Januar bestätigte Daniel Schaber, Geschäftsführer der Vanoli Beton und Transporte AG, gegenüber unserer Zeitung, dass das am 8. Mai 2014 in einem offenen Brief von der Vanoli AG gemachte Angebot an den Inlinehockey-Club Z-Fighters, auf ihrem Grundstück die Realisierung einer Inlinehockey-Halle zu ermöglichen, nach wie vor gelte: «Ich habe dem Vorstand der Z-Fighters bereits mitgeteilt, dass unser Projekt auf gutem Weg ist.» Bornhauser meinte jetzt gegenüber der NLZ, dass die neue Ausgangslage auch das Projekt der Z-Fighters beeinflusse. «Es wäre aber voreilig, bereits Schlüsse in Bezug auf die Realisierung einer Halle zu ziehen.» Der Gemeinderat wartet jetzt die weitere Entwicklung ab.