Hägglingen
Nationaler Tag des Hundes: Im Freiamt dreht sich alles um den Herdenschutzhund

Der Landesverband der Hundehalter feiert diesen Samstag erstmals den Tag des Hundes. 50 Vereine aus der ganzen Schweiz nehmen daran teil. In Hägglingen lädt der Klub für Süd- und Osteuropäische Hirtenhunde zum Kennenlernen ein.

Nathalie Wolgensinger
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Herdenschutzhunde bewachen ihre Herde gegen Eindringlinge von aussen. Hier ein Welpe, der erste Tuchfühlung mit einem Schaf aufnimmt.

Herdenschutzhunde bewachen ihre Herde gegen Eindringlinge von aussen. Hier ein Welpe, der erste Tuchfühlung mit einem Schaf aufnimmt.

zvg

Elsbeth Jennings lebt in Rüti, einem Ortsteil der Gemeinde Hägglingen. Ihr Haus steht zwar mitten im Weiler, das GPS führt einen aber zu ihrer Schafwiese oberhalb des Wohnhauses. Und damit ist man schon im Thema. Die Schafe hält sie nicht nur, weil sie über ein grosses Stück Wiese verfügt, ihre Hunde können regelmässig mit der Herde arbeiten und werden so ihrem Wesen gerecht gehalten.

Seit 1985 hält Elsbeth Jennings Herdenschutzhunde. Früher war sie aktive Züchterin, heute ist sie zufrieden mit ihrem kleinen Rudel, das sich lautstark bemerkbar macht, wenn man sich dem Haus nähert. «Wer einen Herdenschutzhund hält, der sollte sich vorher gut über seinen Charakter informieren», sagt sie.

Herdenschutzhunde leben in Schafherden.

Herdenschutzhunde leben in Schafherden.

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Regelmässig werden sie und ihre Kollegen aus dem Klub für Süd- und Osteuropäische Hirtenhunde mit «Fehlkäufen» konfrontiert. «Das sind Leute, die sich einen Hund anschaffen, ohne genau zu wissen, welche Charakterzüge sie haben. Die hören nicht auf ein Kommando, sie sind es sich gewohnt selbstständig zu arbeiten», verdeutlicht sie. Die Tiere landen dann oft wegen Überforderung der Halter im Tierheim.

Die Rasse und ihre Züchter kennen lernen

Die eigentliche Aufgabe der Arbeitshunde ist es, ihre Herde vor einem Angriff eines Raubtieres zu schützen. In den vergangenen Jahren kam es auch immer wieder zu Konflikten zwischen Herdenschutzhunden und Menschen. Zurückzuführen sind diese in den meisten Fällen auf das falsche Verhalten von Spaziergängern oder Wanderern.

Wie verhält man sich richtig, wenn man einem Herdenschutzhund begegnet? Das ist nur eine der Fragen, die am Samstag, 4. September, zwischen 10 und 15 Uhr beantwortet werden. Man trifft sich bei Elsbeth Jennings im Rüti 12. Dort kann man die Tiere bei der Arbeit mit der Herde beobachten und es wird aufgezeigt, wie es gelingt, die Arbeitshunde auch ohne Herde sinnvoll zu beschäftigen.

Eingeladen sind insbesondere auch jene, die sich den Kauf eines solchen Tieres überlegen. Sie lernen nicht nur die Charaktereigenschaften der Hunde kennen, sondern erhalten auch Adressen von seriösen Züchtern aus der Schweiz.

Weitere Informationen findet man unter: www.hirtenhunde-schweiz.ch

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