Hägglingen
Landi Maiengrüen investiert fünf Millionen in neuen Volg-Laden und in Wohnungen

In Hägglingen können sich die Dorfbewohner auf ein neues Schmuckstück im Zentrum freuen. Die Landi Maiengrüen baut den Volg-Laden neu. Die Baubewilligung ist erteilt.

Marc Ribolla
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Wie auf dieser Visualisierung soll der Neubau des Volg Hägglingen 2023 aussehen. Farben und Materialien können allerdings noch variieren.

Wie auf dieser Visualisierung soll der Neubau des Volg Hägglingen 2023 aussehen. Farben und Materialien können allerdings noch variieren.

Bild: zvg

Die Jahreszahl am gusseisernen Fenstergitter deutet es an. 1951 ist dort festgehalten. In jenem Jahr dürfte der heutige Gebäudekomplex der ehemaligen Landi und des heutigen Volgs in Hägglingen an der Mittelldorfstrasse gebaut worden sein. Das vermutet jedenfalls Philipp Amrein, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Landi Maiengrüen.

Nun wird das jahrzehntealte Gemäuer umgestaltet. Das Gebiet um den historischen Dorfkern mit den denkmalgeschützten Objekten wie der Kirche oder dem Dubachhaus bekommt eine Auffrischung. Die Baubewilligung wurde kürzlich erteilt.

Sollte man hier überhaupt noch investieren? – Ja

Seit der Landi-Laden verschwunden ist, wurde das Gebäude auf seiner Fläche in den vergangenen Jahren nicht mehr ganz ausgenutzt. Zudem bestand Renovationsbedarf bei der Heizung, der Kältetechnik und dem Warenlift. Amrein sagt:

«Wir machten uns Gedanken, ob wir hier noch investieren sollen. Nach reiflicher Überlegung beschlossen wir, am bestehenden Standort zu bleiben.»
René Landolt, Philipp Amrein und Michael Hofstetter (von links) bei der Baustelle der Tiefgarage.

René Landolt, Philipp Amrein und Michael Hofstetter (von links) bei der Baustelle der Tiefgarage.

Bild: Marc Ribolla

Entstanden ist nun ein gemeinsames Projekt in Zusammenarbeit mit dem Hägglinger Bauunternehmer René Landolt, dem Besitzer des Dubachhauses, dem auch eine freie Parzelle neben der Landi gehört. Entwickelt hat es Architekt Michael Hofstetter vom Hochbauatelier in Baar, der die gute Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz lobt.

Neuer Volg kommt dorthin, wo jetzt der Schopf steht

Zentral ist einerseits eine neue Tiefgarage mit 38 Parkplätzen. «Diese sind ein rares Gut in Hägglingen», sagt Landolt, der für seine Liegenschaften heute überall Plätze hinzumieten muss. Ein Teil der Garage auf seinem Land ist bereits in Bau und wird später mit dem Teil der Landi verbunden.

Bei der Landi wird der alte Schopfteil bis auf das Treppenhaus zurückgebaut. An dieser Stelle wird anschliessend der neue Volg-Laden mit fünf neuen zusätzlichen Parkplätzen an der Mitteldorfstrasse entstehen. Der heutige Volg-Laden wird dann ebenfalls rückgebaut und künftig als Lager genutzt.

Der linke Teil des Gebäudes mit dem Schopf wird zurückgebaut. Dort entsteht der neue Volg-Laden mit Parkplätzen an der Strasse.

Der linke Teil des Gebäudes mit dem Schopf wird zurückgebaut. Dort entsteht der neue Volg-Laden mit Parkplätzen an der Strasse.

Bild: Marc Ribolla

Die Verkaufsfläche des Volgs bleibt mit rund 250 Quadratmetern gleich. Für Amrein sind beim Projekt aus Landi-Sicht zwei Aspekte wichtig:

«Wir können das heutige Parkplatzproblem mit nur vier Plätzen lösen. Und wir werden in Zukunft die Lagerräume alle auf einer Etage haben.»

Auch im Bereich Wohnen verändert sich das Gebäude. Die heutigen vier Mietwohnungen über dem Volg werden renoviert. Die Wohnung über dem Schopf wird rückgebaut, allerdings werden dort im ersten und zweiten Obergeschoss über dem neuen Volg-Laden sechs neue Wohnungen realisiert.

Der heutige Volg in Hägglingen.

Der heutige Volg in Hägglingen.

Bild: Marc Ribolla

Weichen muss der Überbauung auch die Agrola-Tankstelle. «Uns war aber wichtig, dass die Kunden auch in Zukunft im Dorf tanken können», sagt Amrein. Ab August wird deshalb die Marke Agrola von der Garage Matrascia geführt.

Volg soll auch während Bauphase offen bleiben

Während der Bauphase soll der Volg grundsätzlich offen bleiben. Die Landi Maiengrün investiert rund 5,3 Millionen Franken in den Bau, der im Frühling 2023 fertig sein soll.

Nochmals gut 2,5 Millionen wirft gleichzeitig René Landolt für sein Fünffamilienhaus über der Tiefgarage auf. «Ich freue mich auf den Tag im Jahr 2023, wenn wir rund ums Areal laufen können. Es ist ein grosser Eingriff für Hägglingen, aber das Dorf verdient es», sagt der Bauunternehmer.

Die Visualisierung des Fünffamilienhauses am Schmittenweg hinter der Landi.

Die Visualisierung des Fünffamilienhauses am Schmittenweg hinter der Landi.

Bild: zvg