Dottikon
Er spielte an Festivals in Köln, St. Gallen und Genf: Der junge Dottiker Musikproduzent «Gabiga» will hoch hinaus

Mit lediglich 22 Jahren hat der junge Musiker Gabriele Graziano, auch bekannt unter dem Künstlernamen Gabiga, bereits für aufstrebende Musiker wie Benjamin Amaru und Naomi Lareine mehrere Songs produziert und stand mit ihnen an grossen Festivals wie in Genf, Köln und St.Gallen auf der Bühne.

Alessia Fontana
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Mit 22 Jahren hat Musiker Gabriele Graziano, alias Gabiga, bereits für aufstrebende Musiker Songs produziert: Hier sieht man ihn (links) mit Benjamin Amaru (Mitte) und Gian Rosen in Aktion in Genf.

Mit 22 Jahren hat Musiker Gabriele Graziano, alias Gabiga, bereits für aufstrebende Musiker Songs produziert: Hier sieht man ihn (links) mit Benjamin Amaru (Mitte) und Gian Rosen in Aktion in Genf.

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Als seine Mutter mit einem nigelnagelneuen MacBook nach Hause kam, hat sich der elfjährige Gabriele voller Neugier an den Laptop gesetzt und alle Programme ausprobiert, die den Cursor kreuzten – der Traum vieler Kinder. Er hat aber nicht, wie vermutlich die meisten anderen Kinder es getan hätten, stundenlang Games gespielt, sondern mit der App «GarageBand» experimentiert. Mit dieser App kann man einen kompletten Song zusammenschneiden, indem man Sequenzen aufnehmen, anpassen und mischen kann. Er erinner sich:

«Ich war so fasziniert von dieser Musik-App, dass ich nicht mehr davon loskam.»

Als Kind hatte der junge Musikproduzent aber mehr Hobbys als nur das Produzieren von Musik. Tanzen, Eishockey, Skaten und Zeichnen standen in seiner Freizeit auf dem Wochenplan. Gabriele Graziano, auch bekannt unter dem Künstlernamen Gabiga, erklärt: «Ich habe einige Hobbys mit der Zeit immer mehr vernachlässigt, aber die Freude an der Musik blieb. Ich habe gemerkt: Das ist es!»

Gabriele Graziano strahlt über beide Ohren beim Marktgassenfest in Bremgarten.

Gabriele Graziano strahlt über beide Ohren beim Marktgassenfest in Bremgarten.

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Er bezeichnet das Produzieren von Songs als «sein erstes Instrument», da damit seine Zuneigung zur Musik ihren Anfang genommen hat. Heute spielt er Gitarre, E-Bass und Klavier.

Der Startschuss seiner Karriere ist schon lange ertönt

Diese Leidenschaft liess ihn nicht mehr los, immer mehr wollte er erreichen. Seit seinem Maturaabschluss 2020 widmet er sich voller Herzblut der Musik und produziert jeden Tag fleissig fünf bis zehn Stunden lang neue Songs.

So wurde Gabiga unter anderem Gitarrist für den immer bekannter werdenden Schweizer Musiker Benjamin Amaru und produzierte einige von dessen Songs mit. Im vergangenen Jahr standen sie gemeinsam an verschiedenen Festivals, unter anderem in Genf und Köln, auf der Bühne.

Gian Rosen, Benjamin Amaru und Gabriele Graziano (von links) nach ihrem Auftritt in Genf.

Gian Rosen, Benjamin Amaru und Gabriele Graziano (von links) nach ihrem Auftritt in Genf.

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Momentan ist er Bandmitglied der Schweizer R&B-Sängerin Naomi Lareine. Er hat mit ihr die Songs «Limitless» und «Piña Colada» produziert. «Limitless» war ein grosser Erfolg und wurde Anfang 2021 für die Magnum-Werbung verwendet. Auf diesen Song ist der junge Musiker besonders stolz – er ist von all seinen Songs sein Lieblingssong.

Auf seinem Instagramprofil «gabigamusic» postet der junge Musiker fleissig kurze Videoausschnitte von seinen laufenden Musikprojekten. Die Beats sorgen automatisch für wippendes Kopfnicken. Der junge Dottiker lässt seiner Kreativität freien Lauf: Er veröffentlichte im Frühling 2020 ein Video, in dem er einen Beat mit alltäglichen Gegenständen – wie dem Hausschlüssel, einer Wasserflasche und einem Bleistift – produzierte und diesen durch die Gitarre begleitet.

Er hat grosse Pläne für die Zukunft

Seinen Künstlernamen Gabiga hat er einem brasilianischen Bekannten zu verdanken, denn Gabriele Graziano hat brasilianische Wurzeln. Er erklärt:

«In Brasilien ist Gabriele ein Frauenname, deshalb hat mich mein Bekannter in Gabiga umgetauft, und schon war mein Künstlername geboren.»

Im Kalender für dieses Jahr stehen unter anderem zahlreiche Shows mit Naomi Lareine und das Open Air St.Gallen an. Die Daumen sind gedrückt, dass diese Events nicht noch coronabedingt abgesagt werden.

Scheinwerfer an: Gabriele Graziano auf der Bühne in Genf als Gitarrist für Benjamin Amaru.

Scheinwerfer an: Gabriele Graziano auf der Bühne in Genf als Gitarrist für Benjamin Amaru.

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Mit Marlene Diallo, einer guten Schulfreundin und ebenfalls Musikerin, hat Gabriele Graziano ausserdem viele laufende Projekte. Sie hat bis jetzt zwar noch keine Songs veröffentlicht, aber die beiden haben bereits mehrere gemeinsam produziert. «Marlene hat viel Potenzial, und ich habe grosses Vertrauen in unsere laufenden Projekte», sagt Gabiga zuversichtlich.