Jonen
Der provisorische Volg in Jonen hat ein Ablaufdatum

Zwei Jahre lang wird der neue Volg in Jonen gebaut. In dieser Zeit können die Kunden in einem Provisorium einkaufen.

Dominic Kobelt
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Das Volg-Team ist jetzt am Kreisel beim Dorfeingang zu finden. Dominic Kobelt

Das Volg-Team ist jetzt am Kreisel beim Dorfeingang zu finden. Dominic Kobelt

«Was die Angestellten in zwei Tagen in die Regale geräumt haben, werden rund 10 000 Kundinnen und Kunden in etwa einem Monat wieder heraustragen», sagt Daniel Strebel, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Landi Freiamt. Die Rede ist vom Volg-Provisorium in Jonen, neben dem Kreisel direkt am Dorfeingang, das gestern feierlich eingeweiht wurde.

Das alte Volg-Gebäude wird Mitte Mai abgerissen, im August wird voraussichtlich der Baustart für das neue Gebäude erfolgen und in rund zwei Jahren soll die Filiale eröffnen. Während dieser Zeit müssen sich die Kunden mit einem Provisorium begnügen, wobei die Lösung recht komfortabel scheint: Der Holzbau bietet mit 180m2 Fläche gleich viel Platz wie ein durchschnittlicher Volg, und die Öffnungszeiten wurden gar noch erweitert: Montag bis Samstag ist durchgehend von 6 bis 20 Uhr geöffnet.

«Ablaufdatum» unklar

Das Provisorium war teurer als geplant, rund 420 000 Franken kostete der Bau samt Einrichtung, wobei auch einiges Mobiliar, Beleuchtung und Kühltechnik aus dem alten Gebäude eingesetzt wurden. Obwohl es den Holzbau natürlich nur bis zur Neueröffnung braucht, ist das «Ablaufdatum» des Gebäudes noch nicht sicher: Auch in Merenschwand ist eine neue Liegenschaft in Planung. Wenn es zeitlich drin liegt, wird das Provisorium kurzerhand von Jonen nach Merenschwand gezügelt.

«Bis ihr wisst, was wo ist, zügeln wir wieder», sagte Andreas Schüpbach, Präsident der Verwaltung, zu den Mitarbeitern. Für die Realisierung des Projekts hätten «viele Leute viel arbeiten» müssen, erklärte er. Er zeigte sich mit der geleisteten Arbeit vollauf zufrieden: «Da fragt man sich, wofür wir überhaupt noch einen neuen Laden bauen», witzelte Schüpbach. Es sei eine unkonventionelle Lösung und ein Bekenntnis zu Jonen.

Der Neubau ist ein grosses Projekt: Zwölf Mietwohnungen soll es geben, 170 m2 Gewerberaum, einen neuen Volg-Laden sowie Lager- und Personalräumlichkeiten. Das alles verteilt auf drei dreistöckige neue Häuser, die den Dorfkern von Jonen prägen werden. Sie stehen versetzt zueinander, um den dörflichen Charakter nochmals zu verdeutlichen. In der Mitte liegt ein Hof. Zwischen zweien der drei Gebäude wird es einen einstöckigen Verbindungstrakt geben. Durch diesen gelangen die Kunden später in den Laden.