Wohlen
Damit die Feuerwehrleute nicht laufen müssen

Bisher konnten die Feuerwehrleute mit dem Schlauchverlege-Fahrzeug zu den Einsatzorten mitfahren. Da dieses nicht ersetzt wird, ist ein neues Fahrzeug zum Personentransport notwendig.

Andrea Weibel
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Feuerwehrleute im Einsatz (Symbolbild)

Feuerwehrleute im Einsatz (Symbolbild)

Keystone

Die Wohler Feuerwehr braucht ein neues Personentransportfahrzeug, wie der Gemeinderat in seinem Antrag schreibt. Bisher konnten einige Mannschaftsmitglieder jeweils mit dem Schlauchverlege-Fahrzeug transportiert werden. Ebenso konnte dieses als Zugfahrzeug für Anhänger verwendet werden. Allerdings ist das Fahrzeug bereits seit 30 Jahren in Betrieb und müsste ersetzt werden.

Doch die Feuerwehr Wohlen, die für die Gemeinden Wohlen und Dottikon mit insgesamt rund 18'600 Einwohnern zuständig ist, wurde mittlerweile zur Stützpunktfeuerwehr B zurückgestuft. Deshalb benötigt sie kein Schlauchverlege-Fahrzeug mehr. Überdies seien nicht genug abgelegene Objekte wie Bauernhöfe vorhanden, um die Subvention eines neuen Schlauchverlege-Fahrzeuges zu rechtfertigen, teilt der Kanton mit. Also wird das Fahrzeug nicht ersetzt.

Preis: Knapp 56'000 Franken

Aus diesen Gründen beantragt der Gemeinderat Wohlen dem Einwohnerrat nun die Anschaffung eines Personentransportfahrzeuges (PTF 2), das ebenfalls als Zugfahrzeug verwendet werden kann. Nach eingehender Prüfung fiel die Wahl auf einen Mercedes Sprinter 316 CDI. Der Kanton subventioniert den Kauf mit gut 34'000 Franken, so bleibt für Wohlen ein Preis von knapp 56'000 Franken zu bezahlen. Damit ergibt sich für die Gemeinde eine markante Einsparung. Im Finanzplan waren 200'000 Franken für den Ersatz des Schlauchverlege-Fahrzeuges für das Jahr 2013 vorgesehen.

Zwingend: Neun Plätze und rot

Die Lieferfrist für Beschaffung und Umbau des Fahrzeuges beträgt rund sechs Monate. Deshalb hat die Arbeitsgruppe, bestehend aus Mitgliedern der Feuerwehrkommission sowie der Feuerwehr, bereits ein Pflichtenheft mit Kriterien für die Anschaffung ausgearbeitet. Daraufhin hat sie Offerten von drei Garagen eingeholt und ausgewertet. Zwingend muss das Fahrzeug neun Sitzplätze enthalten, einen Dieselmotor mit mindestens 160 PS aufweisen, maximal 3500 Kilogramm (mit Hochdach) wiegen, eine Anhängerlast von mindestens 750 Kilogramm ziehen können und in Rot gehalten sein. Ausserdem muss eine Nachliefergarantie auf Ersatzteile des Werkes von 15 Jahren bestehen.

Der Kaufantrag für das neue Fahrzeug wird nun dem Einwohnerrat zur Beschlussfassung vorgelegt.

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