Beinwil
Der Siegermuni des Kantonalschwingfestes heisst «Kümu 2»

Der Muni ist getauft, schon bald kann das lange erwartete 115. Aargauer Kantonalschwingfest losgehen. Vom 8. bis 10. Juli werden sich die Schwinger im Sägemehl messen. Dem Sieger winkt Kümu 2, ein 900 Kilogramm schwerer Prachtmuni. Ausserdem wird alles noch grösser als zuerst geplant.

Walter Christen
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Der Siegermuni Kümu 2 mit den Taufpaten Willy und Lis Weber, dem Munispender Kilian Küng und dem Züchter Walter Rüttimann (von links).

Der Siegermuni Kümu 2 mit den Taufpaten Willy und Lis Weber, dem Munispender Kilian Küng und dem Züchter Walter Rüttimann (von links).

Walter Christen

Kümu 2 heisst der Muni, der dem Sieger des 115. Aargauer Kantonalschwingfestes, das vom 8. bis 10. Juli in Beinwil stattfindet, gehören wird. Der Prachtsstier des Beinwiler Züchters Walter Rüttimann ist ein Braunvieh, wiegt bereits 900 Kilo und wurde im Beisein der Schwingerfamilie und der Bevölkerung von seinen Taufpaten Willy Weber und seiner Frau Lis getauft.

Der zweijährige Kümu 2 hat sich während der ganzen Zeremonie sehr zutraulich verhalten. Selbst dann, als ihm die Taufpaten Most aus einer Flasche über den Kopf gossen, blieb er absolut friedlich und liess alles über sich ergehen. «Ich bin selber erstaunt, wie ruhig er während der ganzen Feier geblieben ist», hielt der Viehzüchter fest.

Der 900 Kilo schwere Muni wird von Willy Weber auf den Namen Kümu 2 getauft. Selbst, als Weber ihm Most über den Kopf leert, bleibt Kümu 2 absolut friedlich.

Der 900 Kilo schwere Muni wird von Willy Weber auf den Namen Kümu 2 getauft. Selbst, als Weber ihm Most über den Kopf leert, bleibt Kümu 2 absolut friedlich.

Walter Christen

Wahrscheinlich war es von Vorteil, dass Rüttimann – übrigens ein ehemaliger Präsident des Turnvereins Beinwil – mit ihm das Gehen und ruhige Stehen am Seil während einiger Zeit geübt hat.

Schon die zweite Munitaufe fürs gleiche Schwingfest

«Die Munitaufe gehört traditionellerweise zu einem Schwingfest und bedeutet gleichzeitig den Auftakt zu diesem Anlass», hielt Hermann Bütler, Präsident des Organisationskomitees, in seiner Begrüssung auf dem Schulhausplatz Beinwil fest.

«Munitaufe gehört traditionell zu einem Schwingfest»: OK-Präsident Hermann Bütler.

«Munitaufe gehört traditionell zu einem Schwingfest»: OK-Präsident Hermann Bütler.

Walter Christen

Es sei allerdings schon die zweite Munitaufe fürs gleiche Schwingfest, denn vor zweieinhalb Jahren wurde auf dem Horben im Hinblick auf das «Kantonale» bereits eine Munitaufe durchgeführt. Doch musste die Veranstaltung wegen der Coronapandemie abgesagt werden. «Dennoch haben die damals schon Beteiligten ihre Motivation bis heute beibehalten, und selbst die über hundert Sponsoren sind in der Zwischenzeit erfreulicherweise nicht abgesprungen», so Bütler.

Munispender Kilian Küng von der Marcel Küng Haustechnik GmbH in Beinwil gab seiner Freude Ausdruck über die gelungene Munitaufe und hielt fest, dass er ein grosser Fan von Schweizer Tradition sei und damit auch vom Schwingsport. Es sei für ihn deshalb eine grosse Ehre, für das Schwingfest den Siegermuni zu spenden.

Martin Buchmann, Präsident des Schwingklubs Lenzburg und Umgebung, überreicht OK-Präsident Hermann Bütler eine mächtige Treichel als Ehrengabe.

Martin Buchmann, Präsident des Schwingklubs Lenzburg und Umgebung, überreicht OK-Präsident Hermann Bütler eine mächtige Treichel als Ehrengabe.

Walter Christen

Mit den besten Wünschen für ein gutes Gelingen des 115. Aargauer Kantonalschwingfestes in Beinwil überbrachte Martin Buchmann, Präsident des Schwingklubs Lenzburg und Umgebung, eine prächtige Treichel als Ehrengabe.

Die Tribüne wird sogar noch grösser als geplant

OK-Präsident Bütler konnte dem Publikum an der Munitaufe einige aktuelle Angaben zum bevorstehenden Schwingfest machen, das in Zusammenarbeit mit dem Schwingklub Freiamt und dem Turnverein Beinwil durchgeführt wird: «Wir hatten mutig entschieden, auf den uns für das Schwingfest zur Verfügung gestellten 10 Hektaren Land eine Arena und eine Tribüne mit 4000 gedeckten Sitzplätzen zu errichten. Mittlerweile sind bereits 4200 Tickets verkauft, dazu noch 400 Rasensitzplätze.»

Dieser grosse Erfolg im Vorverkauf habe sie dazu bewogen, die maximale Erweiterung der Tribüne vorzunehmen mit zusätzlich 300 Sitzplätze und weitere 160 Rasensitzplätze bereitzustellen, «sodass es schliesslich rund 5200 Sitzplätze sind, plus Stehplätze». Auch das Bankett sei mit über 2500 verkauften Karten bereits ausgebucht.

Das Alphornduo Mona und Isa sorgten an der Munitaufe für urchige Klänge.

Das Alphornduo Mona und Isa sorgten an der Munitaufe für urchige Klänge.

Walter Christen

Mit dem Aufbau des Festareals und dem Schwingerdörfli wird laut dem OK-Präsidenten am 24. Juni begonnen. Zwei Wochen vor dem Fest werden sieben Zelte aufgestellt mit rund 3000 Plätzen. Dass ein solcher Grossanlass viele helfende Hände erfordert, versteht sich von selbst: «Wir konnten bereits über 700 Helferinnen und Helfer im Alter von 12 bis 85 Jahren rekrutieren. Dabei sind Leute aus über 40 Vereinen.» Noch weitere «Chrampfer» seien willkommen, betonte der OK-Chef.