Muri
Baugesuch zum Projekt «Löwen»: Das bringt der Pflegi Einerzimmer

Der Verein pflegimuri hat das Baugesuch für einen Neubau anstelle des Ökonomiegebäudes eingereicht. Bis in zwei Jahren soll der «Löwen» fertig erstellt sein. Die Baukostenschätzung beläuft sich auf 27.5 Mio. Franken.

Eddy Schambron
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Das Ökonomiegebäude weicht einem Neubau, der der Pflegi Muri 48 Einerzimmer bringen wird. ES

Das Ökonomiegebäude weicht einem Neubau, der der Pflegi Muri 48 Einerzimmer bringen wird. ES

Eddy Schambron

Bis 2018 werden anstelle des heutigen Ökonomiegebäudes der Pflegi Muri 48 Einerzimmer entstehen. Der Verein pflegimuri hat das Baugesuch zum Projekt Löwen bei der Gemeinde eingereicht.

«Mit dem Neubau werden nicht zusätzliche Betten geschaffen», betont Thomas Räber, Präsident der Baukommission, «das Angebot wird vielmehr an die heutigen Bedürfnisse angepasst.»

Die traditionsreiche Pflegeinstitution verfügt im Moment unter anderem deshalb über eine Anzahl leerer Betten, weil sie zu wenig Einerzimmer anbieten kann. Mit der Realisierung des «Löwen» soll in der ersten Hälfte des nächsten Jahres begonnen werden.

Von den durchschnittlich 220 Eintritten in die Pflegi pro Jahr sind 160 zeitlich begrenzt. Rund 100 Personen pro Jahr kehren nach einem Aufenthalt wieder in ihr Haus oder in ihre eigene Wohnung zurück.

Das heutige Raumangebot ist nicht mehr ganz marktgerecht. Mit dem Neubau Löwen richtet die Pflegi ihr Angebot deshalb auf die deutlich steigende Nachfrage nach Einerzimmer aus. Auch werden künftig mehr Plätze für Menschen mit einer demenziellen Erkrankung zur Verfügung stehen, was einem wachsenden Bedürfnis entspreche, heisst es in einer Mitteilung.

Schliesslich muss der Pavillon im Pflegipark bis 2017 aus denkmalschützerischen Gründen aufgehoben, beziehungsweise neuer Raum für den betroffenen Wohnbereich geschaffen werden. Das geschieht mit dem Bau des «Löwen», dessen Gebäude aber nicht nur 48 Einerzimmer und total 56 Betten Raum bietet.

Mit unterirdischer Verbindung

«Mit dem Neubau Löwen geht eine Aufwertung der ganzen Infrastruktur der Pflegi Muri einher», stellt Räber fest. So wird die Heizungsanlage erneuert und die Grosswäscherei, ein Dienstleistungsbetrieb für zahlreiche Kunden aus der Region, in den Neubau integriert.

Ein unterirdischer Gang wird das Haus Löwen mit dem Hauptgebäude verbinden. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird die Spitex von ihrem vorübergehenden Stützpunkt am Wiliweg zurück in die Pflegi ziehen.

Sanierung zu teuer

Die Baukostenschätzung für das Projekt Löwen des Büros Rolf Meier und Martin Leder Architekten AG, Baden, beläuft sich auf 27.5 Mio. Franken. Räber betont jedoch, dass in diesem Betrag Leistungen enthalten sind, die dem Gesamtbetrieb dienen – etwa die neue Wäscherei oder Verbesserungen bei der Heizanlage.

Eine Sanierung des bestehenden Ökonomiegebäudes war geprüft worden. «Das Resultat wäre kostspielig und dennoch nicht bedürfnisgerecht ausgefallen», stellt dazu Franz Hold, Präsident des Vereins pflegimuri, fest.

Nicht betroffen vom Neubau ist die kürzlich ins Hedigerhaus an der Marktstrasse gezügelte Kindertagesstätte Wichtelburg. «Wir haben im Zusammenhang mit diesem Umzug die notwendigen Anpassungen im Hedingerhaus gemacht», sagt Räber. Zudem habe die Wichtelburg die für den Betrieb der Kindertagesstätte wünschbaren Vorkehrungen realisiert.

Bis in zwei Jahren soll der «Löwen» fertig erstellt sein. «Gewisse Immissionen werden während der Bauzeit nicht zu umgehen sein», unterstreicht Räber, «aber wir werden sie sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegi und das Personal als auch für die Anwohner so gering wie möglich halten.» Auf der Marktstrasse und auf dem Nordklosterrain sieht er trotz gewissem Baustellenverkehr keine grossen Beeinträchtigungen.