1. Liga – Gruppe 2
Nach Aufholjagd: Der FC Wohlen dreht einen 0:2-Rückstand gegen FC Luzern II und qualifiziert sich vorzeitig für die Aufstiegsspiele

Der FC Wohlen besiegt den FC Luzern II vor einer Saison-Rekordkulisse von 750 Zuschauerinnen und Zuschauern mit 3:2. Nun kann er für die Aufstiegsspiele planen.

Benjamin Netz
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Saisonrekord: 750 Fans versammelten sich im Stadion Niedermatten.

Saisonrekord: 750 Fans versammelten sich im Stadion Niedermatten.

Benjamin Netz

Als FCW-Captain Alban Pnishi in der 79. Minute den von Davide Giampà hereingetretenen Eckstoss zunächst mit der Brust annahm und dann ansatzlos volley ins Luzerner Gehäuse beförderte, kannte der Jubel im Stadion Niedermatten keine Grenzen mehr. Mit seinem Siegtreffer zum 3:2 ebnete Routinier Pnishi seinem FC Wohlen den Weg in die Aufstiegsrunde.

Bis zur 68. Minute sah es eigentlich nicht nach einem Freiämter Erfolg aus. Noah Rupp hatte den FC Luzern II bereits in der 5. Minute per verwandeltem Penalty in Führung gebracht. Als in der 24. Minute Lars Villiger auf 2:0 aus Sicht der Innerschweizer erhöhte, liessen die Gastgeber sichtlich die Köpfe hängen.

In der ersten Hälfte war Luzern die klar tonangebende Mannschaft. Wohlen kam nie ins Spiel, erspielte sich keine Torchancen und agierte in der Defensive oft ohne Zugriff.

Wechsel bringen die Wende

Zur Pause tauschte Wohlen-Coach Ryszard Komornicki gleich doppelt. Alessandro Vogt und Noel Romano ersetzten Vilson Doda und Valdimiro Cuinjinca. Damit leitete Komornicki die Wende ein.

Besonders der junge Angreifer Vogt zeigte nach seiner Hereinnahme eine grossartige Leistung. Immer wieder setzte er sich in Eins-gegen-Eins-Situationen durch und brachte die Luzerner Hintermannschaft ins Schwitzen.

Das Spiel war nichts für schwache Nerven.

Das Spiel war nichts für schwache Nerven.

Benjamin Netz

In der 68. Minute krönte Vogt seine Leistung mit seinem 1:2-Anschlusstreffer. Er profitierte dabei von einem Fehler von Luzern-Schlussmann Noris Iten, der einen eigentlich harmlosen Schuss nicht festhalten konnte. Vogt staubte ab.

Der Treffer wirkte wie eine Initialzündung für den FC Wohlen. Nur vier Zeigerumdrehungen später legte sich Luigj Milicaj den Ball zu einem Freistoss aus rund 18 Metern zurecht. In einer Mischung aus Kraft und Präzision schlenzte er das Spielgerät ins Torwarteck. Iten sah da erneut nicht sehr gut aus.

Ekstase bei den Fans des FC Wohlen

Sieben Minuten später erfolgte dann der grosse Auftritt von Alban Pnishi, der mit seinem Treffer die in den letzten Jahren wahrlich nicht erfolgsverwöhnten Fans des FC Wohlen in Ekstase versetzte.

Dank des Erfolgs steht der FC Wohlen vorzeitig als Teilnehmer für die Aufstiegsspiele fest. Mindestens Platz 2 ist den Wohlern nicht mehr zu nehmen.

In Delsberg kann der FC Wohlen vorzeitig die Meisterschaft in der 1. Liga – Gruppe 2 eintüten. An Fanunterstützung soll es dabei wohl nicht mangeln. Einige FCW-Fans riefen per Plakat dazu auf, die Mannschaft in den Kanton Jura zu begleiten.

In Delsberg kann der FC Wohlen vorzeitig die Meisterschaft in der 1. Liga – Gruppe 2 eintüten. An Fanunterstützung soll es dabei wohl nicht mangeln. Einige FCW-Fans riefen per Plakat dazu auf, die Mannschaft in den Kanton Jura zu begleiten.

Benjamin Netz

Am nächsten Samstag reist der FCW-Tross nach Delsberg. Gewinnt Wohlen gegen die drittplatzierte SRD, ist ihnen der Meistertitel in der 1. Liga – Gruppe 2 nicht mehr zu nehmen.

Matchtelegramm

Wohlen – Luzern II: 3:2 (0:2)


Stadion Niedermatten. Zuschauer: 750, Schiedsrichter: Jerkic, Tore: 5. Rupp, 24. Villiger, 68. Vogt, 72. Milicaj, 79. Pnishi.

Wohlen: Jacot; Golaj, Kozlenko, Waser, Calbucci (85. Chabin); Pnishi, Seferi (80. Bozic), Doda (46. Vogt), Cuinjinca (46. Romano); Milicaj, Giampà. – Luzern II: Iten; Ottoger, Jaquez, Haag, Meyer; Willimann, Breedijk, Martin, Hegglin; Rupp, Villiger (62. Toggenburger).

Bemerkungen: Wohlen ohne Minkwitz, Schiavano, Pfister, Künzli, Lugo, Balaj (alle verletzt). – Verwarnungen: 27. Cuinjinca, 52. Ottiger, 60. Pnishi, 65. Romano, 72. Martin, 85. Komornicki.

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