Brugg
Zunftmeister Hugo Schmid: «Ich habe die Fasnacht im Blut»

Zunftmeister Hugo Schmid freut sich auf den Fasnachtsumzug mit Rekordbeteiligung in Brugg. Er ist jetzt nun schon seit 13 Jahren an der Spitze der Konfettispalterzunft. Ursprünglich wollte er es 3 Jahre tun.

Claudia Meier
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Zunftmeister Hugo Schmid möchte das Zepter abgeben.Archiv/chris iseli

Zunftmeister Hugo Schmid möchte das Zepter abgeben.Archiv/chris iseli

«Ich übernehme das Amt des Zunftmeisters höchstens für 3 Jahre», sagte Hugo Schmid im Jahr 2000. Aus 3 wurden 13 Jahre. «Es macht mir immer noch Spass, und ich habe Freude, dass in Brugg etwas läuft. Aber den Zunftmeister würde ich schon gerne abgeben.» Als Schmid 1983 der Konfettispalterzunft beitrat, waren noch über 70 Mitglieder dabei. Heute sind es nur noch 25 Aktivmitglieder. «Die Jungen sollten nachrutschen», sagt der 65-jährige Schmid, der sich die Vorfreude auf die Brugger Fasnacht nicht nehmen lässt.

Brugger Fasnacht 2013: «s’muusloch»

Fasnachtseröffnung am Donnerstag, 14. Februar, um 18.44 Uhr mit dem Laternenumzug durch die Altstadt. Beim Storchenturm spaltet der Zunftmeister das Konfetti und die Hexengruppe liest der Bevölkerung die Leviten. Schnitzelbänke und Guggen sorgen im Salzhaus und im Rrätz-Keller für Unterhaltung. Am Freitagabend sorgt das 7. Guggen-Open-Air der Zwäsi-Gugge für Stimmung. Aufwärmen kann man sich im Salzhaus, im Rrätz-Keller oder in der Black & White-Bar im Storchenturm. Der Samstag gehört den Kindern. Um 13 Uhr führt der Kinderumzug vom Storchenturm zur Maskenprämierung ins Salzhaus. Um 19 Uhr gibt es Strassenvarieté vor dem Storchenturm. Krönender Abschluss bildet am Sonntag der grosse Fasnachtsumzug um 14 Uhr. (CM)

Mit dem Thema «s’Muusloch» hat der Zunftrat einen Nichtbau zum diesjährigen Motto erkoren. Die nicht sehr repräsentative Personenunterführung am Bahnhof zwischen Neumarkt und Campus dürfte bestimmt für viel Gesprächsstoff sorgen. Die Brugger Fasnacht ist ein Publikumsmagnet. Eingeweihte wissen, dass der Laternenumzug am Donnerstagabend vom Rathaus zum Storchenturm ein stimmungsvoller Auftakt ist.

Wenn Hugo Schmid auf der Storchenbühne das legendäre Konfetti spaltet, ist die Fasnacht offiziell eröffnet. «Ich übe nie fürs Konfettispalten und bin gespannt, ob es auch dieses Mal wieder klappt», sagt Schmid und ergänzt: «Wenn ich treffe, ist das Wetter während des Umzugs schön.»

52 Motive aus fünf Kantonen

Das würde die unzähligen Zuschauer bestimmt sehr freuen, die am Sonntag ab 14 Uhr wieder die Strassen säumen werden. Mit 52 Motiven ist die Kapazitätsgrenze für den Umzug, der von der Schönegg durch die Stapfer- und Renggerstrasse in die Altstadt führt, erreicht. «Wir hatten letzte Woche noch eine Anfrage und mussten absagen», erzählt Schmid. Die Gruppen kommen nicht nur aus dem Aargau, sondern auch aus den Kantonen Solothurn, Zürich, Luzern und St. Gallen. «Die Gruppen von der katholischen Fasnacht können sich bei uns nochmals zeigen», sagt der Zunftmeister. Die Prämierung der Wagen und Gruppen findet am Sonntag um 17 Uhr statt.

Über Guggen-Grossaufmarsch dürfen sich die Fasnachtsliebhaber auch schon am Donnerstagabend freuen. Eine Oberhexe wird mit ihren fünf bis sechs Hexen die Schandtaten der Brugger verlesen und Hexensuppe verteilen. Anschliessend geht es mit Schnitzelbänken im Salzhaus weiter.

Am Freitag wird es auf den beiden Bühnen beim Storchenturm und beim Bio-Laden Buono so richtig krachen. Am 7. Guggen-Open-Air der Zwäsi-Gugge nehmen insgesamt 17 Guggen teil.

Für die Kinder gibt es am Samstag um 13 Uhr einen Umzug vom Storchenturm zur Maskenprämierung im Salzhaus. Hugo Schmid erinnert sich, wie er als Dreikäsehoch jeweils bei seiner Grossmutter in der Brugger Altstadt den Umzug von der Wohnung aus beobachten konnte. «Ich habe die Fasnacht seither im Blut», sagt er und lacht.