Region Brugg
Zeitvertreib in den Frühlingsferien: Das Interesse an Ferienpass steigt

Kindern, die in den Frühlingsferien daheim bleiben, steht in der Region Brugg ein grosses Freizeitangebot zur Verfügung – allerdings gibt es beim Ferienpass nur noch wenige Plätze.

Claudia Meier
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Beim Ferienpass Region Brugg können die Kinder aus vielen Kursen auswählen. Das Angebot umfasst sowohl Ausflüge wie auch Kochkurse.

Beim Ferienpass Region Brugg können die Kinder aus vielen Kursen auswählen. Das Angebot umfasst sowohl Ausflüge wie auch Kochkurse.

Désirée Ottiger

Ein Tauch-Schnupperkurs, Ringen, Spiel und Spass im Tipizelt, ein Nachmittag mit Alpakas, Bastelideen aus Fimo oder Schoggigiessen: Das Freizeitangebot während den Frühlingsferien für Schulkinder und Kindergärtler in der Region Brugg ist riesig. Da ist für jeden etwas dabei.

Früher wurden Büchlein mit allen Details zu den ausgeschriebenen Kursen gedruckt und verteilt. Inzwischen erfolgen die Anmeldungen online. Das Zeitfenster dafür dauerte vom 19. Februar bis 9. März.

«Bis jetzt haben sich 300 Kinder angemeldet. Letztes Jahr waren es 282 Kinder», sagt Stephanie Roth aus Schinznach-Dorf. Sie ist seit 2017 zuständig für die Kursadministration. Da es dem ehrenamtlichen Ferienpass-Team ein grosses Anliegen ist, dass möglichst viele Kinder von den Angeboten profitieren können, sind in diesen Tagen noch letzte Anmeldungen für Kurse mit freien Plätzen möglich.

Bereits sehr gross ist die Nachfrage laut Roth beim Tauch-Schnupperkurs und bei allen Aktivitäten mit Tieren. Sei es Ponyreiten oder Husky-Plausch. Das zeigt auch ein Blick ins Gästebuch auf der Website ferienpass-brugg.ch.

Eine Mutter schrieb beispielsweise: «Unser Sohn fand den Tauch-Schnupperkurs genial und will nächstes Jahr unbedingt wieder dabei sein!» Eine andere meinte: «Wieder einmal durften unsere Kinder tolle Momente mit dem Ferienpass erleben. Wie immer hat alles perfekt geklappt und die Kurse haben Spass gemacht!»

Moniert wird in einigen Einträgen die Bekanntmachung. «Wie kommt man zu Informationen zum Ferienpass, bevor die Anmeldefrist abgelaufen ist? Ich habe nie irgendwo etwas gelesen, und in der Schule gibts auch keine Flyer. Schade. Da muss man sich nicht wundern, wenn sich zu wenig Kinder anmelden.»

Kurszuteilung sorgt für Diskussionen

Viele Eltern schätzten das Ferienpass-Angebot, betont Roth. Sie macht aber auch kein Geheimnis daraus, dass allein schon die Kurszuteilung für Diskussionsstoff sorgen kann. «Da bei uns wie angekündigt der Computer entscheidet, wer welchen Kurs besuchen kann, bekommen viele Kinder eine Absage und sind enttäuscht», sagt die zweifache Mutter.

Es sei nicht sehr motivierend, wenn sie stundenlang E-Mails beantworten und einem Elternteil erklären müsse, warum das Kind etwa beim Ponyreiten nicht dabei sein kann. Besonders Hartnäckige versuchen über den Kursleiter, noch vom favorisierten Angebot profitieren zu können.

«Das ist für uns sehr frustrierend. Denn viele sehen nicht, wie viel Arbeit hinter dem Ferienpass steckt. Das ganze Team setzt wirklich alles daran, jedes Kind glücklich zu machen, was in der Regel auch gelingt», fährt Stephanie Roth fort.

Apropos Arbeit: Präsidentin Franziska Maier wird sich nach den Frühlingsferien vom Ferienpass verabschieden. Das derzeit aus acht Frauen bestehende Team sucht nun nicht nur eine neue Präsidentin, sondern noch zwei weitere Helfer – gerne auch Männer.

«Wir freuen uns über jedes Neumitglied in unserem Verein, das neue Ideen einbringt», sagt Roth. Denn der Ferienpass Region Brugg soll auch in den nächsten Jahren mit einem attraktiven Programm für Abwechslung während den Frühlingsferien für die Daheimgebliebenen sorgen.

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