Windisch
Damit das Freibad ein attraktiver und beliebter Treffpunkt bleibt für die Bevölkerung

In Windisch sollen das Nichtschwimmerbecken und die Badewassertechnik für 1,815 Mio. Franken saniert werden. Geplant sind die Arbeiten nach der Badesaison 2022.

Michael Hunziker
Drucken
Teilen
Verschiedene Bestandteile im Freibad Heumatten entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Verschiedene Bestandteile im Freibad Heumatten entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen.

mhu (8. Mai 2013)

Nach langjähriger, intensiver Beanspruchung sind verschiedene Bestandteile am Lebensende angelangt: Vor allem beim Nichtschwimmerbecken und bei der Badewassertechnik besteht Handlungsbedarf. Für die Sanierung im Freibad Heumatten in Windisch steht im Einwohnerrat ein Kredit von 1,815 Mio. Franken zur Diskussion.

Ziel des Bauprojekts ist es gemäss Gemeinderat, die Sicherheit und Attraktivität auch in Zukunft zu gewährleisten, die Lebenserwartung für mehrere Jahrzehnte zu erhöhen. Das Nichtschwimmerbecken ist Bestandteil der Beckenlandschaft mit 50-Meter-, Sprung- sowie Kinderplanschbecken. Nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen der Wasserfall im Niederbereich, die Breitwellenrutschbahn, die Podeste an den Stirnseiten sowie die maximal zulässige Wassertiefe.

Mit einem Planungskredit von 50'000 Franken wurden die Weichen gestellt für die Erneuerung. Im Rahmen der Vorprojektierung sind verschiedene Varianten geprüft und miteinander verglichen worden. Vorgesehen ist eine Etappierung. Ausgeführt werden sollen die Massnahmen in den Wintermonaten ausserhalb des Badebetriebs ab September 2022. Die weiteren Etappen – Beckenauskleidung Sprung-, Kinder- und Schwimmbecken oder Umkleidekabine, Restaurant und Umgebung – können ab 2025 folgen.

Nachbargemeinden wollen sich nicht beteiligen

Im Hinblick auf die anstehende Sanierung hat Windisch mit den Gemeinden Birr, Habsburg, Hausen, Lupfig und Mülligen Gespräche geführt über eine mögliche finanzielle Beteiligung beziehungsweise über eine Anpassung des Kostenteilers. «Weder die vorgeschlagene Variante mit einem Verteilschlüssel und Gratisabos für die Schülerinnen und Schüler noch die Möglichkeit von einem einmaligen Investitionsbeitrag fand ein Gehör», stellt der Gemeinderat fest.

Ebenso sei darauf hingewiesen worden, dass die Schulen mit dem Lehrplan 21 verpflichtet seien, einen Schwimmunterricht anzubieten. Der Gemeinderat habe zu diesem Thema ebenfalls ein interessantes Angebot unterbreitet, «jedoch wurde auch dieses ausgeschlagen», heisst es in der Botschaft an den Einwohnerrat.

In der Zwischenzeit habe die Gemeinde Hausen, aufgrund von massiven Kosteneinsparungen, sogar ihren bisherigen jährlichen Beitrag von 15 Prozent – 38'240 Franken im Budget 2021 – an das Defizit sistiert, so der Gemeinderat Windisch. Aktuell beteilige sich einzig die Gemeinde Lupfig mit 4 Prozent – 10'200 Franken – am jährlichen Betriebsdefizit. Der Gemeinderat führt aus:

«Aufgrund der erfolglosen Verhandlungen mit den umliegenden Gemeinden wurde das ursprüngliche Sanierungsprojekt nochmals überarbeitet und auf die absolut notwendigen und wirtschaftlich tragbaren Massnahmen reduziert.»

Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hausen in der Betriebskommission Freibad Heumatten wurde per 1. Januar dieses Jahres beendet. Die Kommission wurde aufgelöst. Die Vergünstigungen auf die Abonnements der Hausener Bevölkerung sind schon im laufenden Jahr weggefallen. Mit Abschluss der Sanierungen wird gemäss Gemeinderat Windisch geprüft, wie die Tarife zukünftig ausgestaltet werden sollen. «Die Windischer Bevölkerung soll gegenüber den auswärtigen Besucherinnen und Besuchern bessergestellt werden.»

Schülerinnen und Schüler können schwimmen lernen

Die Behörde ist überzeugt, dass eine wichtige Investition getätigt wird, um das Freibad Heumatten langfristig als Treffpunkt erhalten zu können. Die Anlage – sie hat Baujahr 1981 – erfreue sich in Windisch und darüber hinaus einer sehr grossen Beliebtheit, sei mit ihrer schönen Hanglage und den attraktiven Schwimm- und Badeattraktionen in den Sommermonaten ein begehrter Anziehungspunkt für die Bevölkerung.

«Mit der Umsetzung des Lehrplans 21 und der damit verbundenen Pflicht, den Schülerinnen und Schülern einen Schwimmunterricht zu ermöglichen, steigt der Druck auf alle Gemeinden, eine entsprechende Infrastruktur in der näheren Umgebung zur Verfügung zu haben», fügt der Gemeinderat an. Mit der Sanierung würden die Voraussetzungen geschaffen, damit die Schülerinnen und Schüler aus Windisch, aber auch aus den umliegenden Gemeinden, das Schwimmen lernen können.

Einwohnerrat Mittwoch, 27. Oktober, 19 Uhr, Mehrzweckhalle Dorf; Mittwoch, 3. November, 19 Uhr, Campussaal.

Aktuelle Nachrichten