Zum Gedenken

Vico Silvestri: Er hat bleibende Spuren hinterlassen

Vico Silvestri war überall gerne gesehen.

Vico Silvestri war überall gerne gesehen.

Zum Gedenken an Vico Silvestri, das langjährige Behördenmitglied aus Effingen.

Der unerwartete Hinschied des langjährigen Effinger Behördenmitglieds Vico Silvestri hat in der Region und darüber hinaus Bestürzung und Anteilnahme hervorgerufen. Für viele der grossen Trauergemeinschaft an der Abdankungsfeier in der reformierten Kirche Bözen war es schwer begreiflich, sich von einem so beliebten Mitbürger zu verabschieden, der im kommenden Monat erst den 70. Geburtstag hätte feiern können.

Als Sohn eines Schreinermeisters aus dem südbündnerischen Puschlav und einer Baslerin, ist er am Rheinknie geboren und aufgewachsen. Dort absolvierte er die berufliche Ausbildung zum Bankfachmann.

Als Vico Silvestri mit seiner Ehegattin Gabi im Dezember 1982 in ihrem Effinger Eigenheim Einzug hielten, freuten sie sich, sich genau in der Mitte zwischen dem Arbeitsort Zürich und dem Heimatort Basel niederzulassen. Zur Arbeit und zur Teilnahme an Basler Fasnachtsveranstaltungen war der Weg gleich weit.

Als auf die Amtsperiode 1986–89 für die Finanzkommission ein neues Mitglied zu suchen war, fiel die Wahl auf Vico Silvestri, der als kompetenter Finanzfachmann und Vermögensberater das Vertrauen seiner Mitbürger ausgesprochen erhielt. Nach Ablauf dieser Amtsperiode avancierte er zum Gemeinderat, dem er während acht Jahren angehörte.

Von 1994 bis 1997 wirkte Vico Silvestri als umsichtiger Gemeindeammann. Er zeichnete sich durch Sachkenntnisse und Führungsqualitäten aus. Mit Freude über das erhaltene Vertrauen, aber auch mit hoher Kompetenz und Weitblick, übte er alle seine Ämter und Funktionen zum Wohle der Gemeinde aus. Er erwies sich als verlässlicher Ansprechpartner für die Einwohnerschaft im eigenen Dorf wie auch für regionale und kantonale Belange. Seine Gradlinigkeit wurde überall geschätzt und geachtet.

*Stefan Treier ist ehemaliger Gemeindeschreiber von Effingen

Im Jahr 1988 begann er in Effingen seine selbstständige berufliche Tätigkeit als Vermögensberater, die er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2013 erfolgreich im eigenen Büro betrieb. Zum Ausgleich von Beruf und Amtstätigkeit zog es ihn regelmässig zu seinen Basler Freunden. Sein unverwüstlicher Basler Humor verfügte über eine besondere Anziehungskraft.

Selbst wenn sich der Lebenskreis wegen einer heimtückischen Krankheit allzu früh geschlossen hat, hinterlässt er bleibende Spuren von ehrlicher Arbeit, von Güte, von Menschenfreundlichkeit.

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