Gansingen/Mönthal
Über dem Schnee: Der Cheisacherturm wird zum Besuchermagneten

Der Cheisacherturm feiert runden Geburtstag – coronabedingt ohne Fest. Die Aussicht über das verschneite Fricktal lockt derzeit viele Ausflügler an.

Nadine Böni
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Der Cheisacherturm bietet einen herrlichen Ausblick über Gansingen und die Region.

Der Cheisacherturm bietet einen herrlichen Ausblick über Gansingen und die Region.

zvg

Jetzt gibt es sie wieder: Die Tage, an denen der Cheisacherturm zwischen Gansingen und Mönthal zum Besuchermagneten wird. Schliesslich lockt die Aussicht übers verschneite Fricktal bis in den Schwarzwald und in die Alpen. Genaue Erhebungen zu den Besucherzahlen gibt es zwar nicht, aber temporäre Zählungen zeigen, dass der Turm täglich von mehreren Dutzend Personen besucht wird. «An schönen Wochenenden sind es auch mal 300 bis 400 Personen pro Tag», sagt Roger Erdin, Präsident des Trägervereins.

Coronapandemie verhinderte ein Fest

Ein Indiz für die steigenden Besucherfrequenzen über die letzten Jahre ist auch der Ertrag aus der Turmkasse. Am Fusse des Turms können Besucher Spenden in eine Kasse legen, mit denen der Unterhalt finanziert wird. «Der Ertrag daraus ist in den letzten Jahren gestiegen», sagt Erdin. Im Jahr 2020 resultierte gar ein neuer Rekord. «Die Besucherfrequenzen sind im Frühjahr mit dem Lockdown markant gestiegen und halten auch heute an», sagt Erdin.

Der Cheisacherturm ist ein Wahrzeichen der Region

Still und heimlich wurde der Turm ausserdem zehn Jahre alt, wurde er doch Ende November 2010 fertiggestellt. Im Herbst feierte der 25 Meter hohe Holzturm also runden Geburtstag – die Coronapandemie verhinderte aber ein Fest. «Ursprünglich hatten wir geplant, den Jahrestag mit einem kleinen Fest zu feiern. Im Frühling haben wir dann entschieden, das Fest auf das Frühjahr 2021 zu verschieben. Leider wird aber auch dies aufgrund der Pandemie kaum möglich sein», sagt Roger Erdin.

Das neuste Angebot ist ein Erfolg

Der Cheisacherturm habe sich über die Jahre zu einem «Wahrzeichen der Region gemausert» und zu einem «über unsere Region hinaus beliebten Ausflugsziel» entwickelt, so Erdin. So hat etwa das SBB-Reisemagazin «via» den Turm einst zu einem der zehn schönsten Aussichtspunkte der Schweiz gekürt.

Auch das neueste Angebot rund um den Turm ist ein Erfolg: Im Frühjahr lancierte der Verein gemeinsam mit Laufenburg Tourismus und dem Jurapark Aargau die «Trotti-Tours». Schon während der ersten Saison waren die geführten Touren für Familien-, Firmen- und Vereinsausflüge beliebt. «Trotz der Pandemie wurden zwischen Juni und Oktober über 20 Touren gebucht», sagt Erdin.

«Turm geniesst viel Sympathie»

Nach zehn Jahren sei der Turm «in einem einwandfreien Zustand», wie Erdin sagt. Die Tragkonstruktion weist bis heute keinerlei Schäden auf. Einzig die Lamellen, die den Turm umhüllen, müssten «gelegentlich» erneuert werden. «Damit haben wir aber gerechnet. Wir prüfen aktuell zusammen mit Holzfachleuten, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist», so Erdin. Da der Verein in den ersten Jahren kaum Unterhaltsaufwand hatte, konnte er Rückstellungen für künftigen Unterhalt bilden.

«Allerdings gehe ich davon aus, dass es nicht ganz ohne Drittmittel gehen wird. Ich bin aber überzeugt, dass uns die Finanzierung auch eines etwas grösseren Unterhaltes gelingen wird. Der Turm geniesst rundum sehr viel Sympathie», sagt Erdin.