Brugg
Tür-zu-Tür-Shuttle: Neu fährt der «Kollibri» auch ins Kantonsspital

Der Tür-zu-Tür-Shuttle «Kollibri» ist flott unterwegs im Raum Brugg, die Nutzerzahlen steigen. Jetzt gibts erfreuliche Neuigkeiten für die Fahrgäste.

Michael Hunziker
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Der «Kollibri» verkehrt weder auf einer fixen Route noch nach einem fixen Fahrplan.

Der «Kollibri» verkehrt weder auf einer fixen Route noch nach einem fixen Fahrplan.

Michael Hunziker

Am 4. Februar wird das Bediengebiet ausgebaut des Tür-zu-Tür-Shuttles «Kollibri». Zu den bisher 17 Gemeinden kommen neu Bözberg, Remigen, Mönthal und Brunegg. Ebenso wird das Kantonsspital Baden als einzelner Start- und Zielpunkt aufgenommen. In ihren vielen Rückmeldungen hätten die Nutzer oder potenziellen Nutzer den Wunsch geäussert nach dieser Erweiterung, sagt Postauto-Mediensprecherin Katharina Merkle. «Und die Gemeinden Remigen und Mönthal haben uns direkt angefragt.»

Abgedeckt wird das gesamte Gebiet wie bisher mit den bestehenden Fahrern und den fünf – gut sichtbar beschrifteten – Fahrzeugen. Im Moment gehe Postauto davon aus, dass die jetzige Anzahl reiche und es zu mehr Fahrten komme, die von mehreren Kundinnen und Kunden genutzt werden, hält Katharina Merkle fest. Die Rede ist vom sogenannten Pooling. Aber: «Wir werden die Entwicklung der Anzahl Fahrten beobachten und reagieren, falls es grössere Kapazitäten braucht.»

Kleinbus wird zum Sammeltaxi

Der Startschuss für das Pilotprojekt «Kollibri» – eine Kombination zwischen Postauto und Taxi – fiel im Oktober 2018. Via App auf dem Smartphone können die Fahrgäste einen Kleinbus bestellen, der sie auf ihrer individuell gewählten Route von Tür zu Tür bringt – sei es für die Fahrt zum Sporttraining, zum Geschäftstermin, zum Einkauf oder für den Restaurantbesuch. Der «Kollibri» verkehrt weder auf einer fixen Route noch nach einem fixen Fahrplan. Während der Fahrt können weitere Personen zusteigen, die auf einer ähnlichen Strecke unterwegs sind. Der Kleinbus mit Platz für maximal sieben Fahrgäste wird so zum Sammeltaxi. Der Preis für die Fahrt liegt im Bereich zwischen den Tarifen des öffentlichen Verkehrs und der Taxi-Anbieter. Während eines Jahres wird das neue Mobilitätsangebot getestet im Raum Brugg. Es handelt sich um eine Zusammenarbeit der Partner Postauto, Amag, SBB, Kanton Aargau und Bundesamt für Verkehr sowie den lokalen Taxi-Unternehmen Brugger Taxi und Taxi 24.

Bereits 1179 Buchungen

Bisher wurde die «Kollibri»-App – Stand 13. Januar – 3211 Mal heruntergeladen. In der letzten Zeit gab es laut Katharina Merkle wöchentlich jeweils rund 130 neue Downloads. Gezählt werden können bis anhin 1179 Buchungen von 430 Personen.

Über die Festtage sei «Kollibri» insbesondere abends rege genutzt worden. «Zu einzelnen Stunden mussten Anfragen für Fahrten sogar abgelehnt werden, weil alle Fahrzeuge ausgebucht waren», führt die Mediensprecherin aus und fügt an: «Es kommt aber nur selten vor, dass ein Fahrtwunsch nicht erfüllt werden kann.» Wenn es einmal zu einem Engpass komme, dann meistens bei einer Sofort-Buchung.