Brugg

Stadt Brugg erklärt: Oase-Projekt hat Auswirkungen auf den Neumarkt

Diese Visualisierung zeigt, wie in Brugg mit dem Oase-Projekt der Raum über dem eingedeckten Neumarkt-Knoten aufgewertet werden könnte. Bild: zvg

Diese Visualisierung zeigt, wie in Brugg mit dem Oase-Projekt der Raum über dem eingedeckten Neumarkt-Knoten aufgewertet werden könnte. Bild: zvg

Die Aufwertung des Neumarkt- und Bahnhofplatzes ist ins Stocken geraten. Grund dafür sind unzählige Schnittstellen, die das Unternehmen komplex gestalten.

Geht es um die Neugestaltung des Bahnhof- und Neumarktplatzes, will es in Brugg einfach nicht vorwärtsgehen. Die Gründe dafür sind: unzählige Schnittstellen, mangelnde personelle Ressourcen und andere Priorisierungen. Auch diesen Winter werden sich wieder viele Passanten über die losen Steine und den glitschigen Boden auf dem Neumarktplatz ärgern.

Am Donnerstag wurde bekannt, wie der Kanton die Verkehrsplanung für den Ostaargau – vor allem in den Regionen Baden-Wettingen und Brugg-Windisch – auf ein starkes Bevölkerungswachstum bis ins Jahr 2040 ausrichtet. Das regionale Gesamtverkehrskonzept mit dem Projektnamen Oase lässt, wie eine Visualisierung zeigt, auch Spielraum zu, wie die künftig eingedeckte Neumarkt-Kreuzung für den Fuss- und Veloverkehr genutzt werden könnte.

Neumarkt-Eigentümer lassen Baumaschinen auffahren

Laut dem «Mehrjahresprogramm öffentlicher Verkehr 2020» des kantonalen Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) erfolgt die Umgestaltung des Bahnhofplatzes, der Neubau Busterminal «Bahnhof Zentrum» sowie der Ausbau der Campus-Passage voraussichtlich bis 2025. Früher realisiert wird ein grösseres Umbauprojekt über dem Brugger Einkaufszentrum.

Wie seit Juni dieses Jahres bekannt ist, werden auf dem Gebäudekomplex Neumarkt 2 und 3 – gegenüber der Migros – zwischen November 2020 und Frühling 2022 rund 28,6 Mio. Franken investiert in 23 neue Mietwohnungen. Wo steckt die Stadt Brugg mit ihrer Planung? Werden im Rahmen der angekündigten Bauarbeiten auf dem Neumarktplatz Synergien genutzt?

Zum aktuellen Planungsstand sagt Stefan Hein, Leiter Planung und Bau bei der Stadt Brugg, der Masterplan für die städtebauliche und gestalterische Aufwertung des Areals zwischen Bahnhof- und Lindenplatz sei seitens Stadt mit dem Planerteam Stoos bis 2014 entwickelt und vom Stadtrat Ende 2016 zur Kenntnis genommen worden. Die Umsetzung der Teilprojekte geriet kurz darauf ins Stocken.

Dieses Jahr neue Gespräche mit Kanton und SBB geführt

Bei der Wiederaufnahme der Aufgaben im Jahr 2018 zeigte sich laut Stefan Hein, dass aufgrund des Oase-Projekts neue bzw. geänderte planerische Rahmenbedingungen und Schnittstellen bestehen, die bei den künftigen Vorhaben im Bahnhofbereich Brugg mit zu berücksichtigen sind. «Vor diesem Hintergrund wurden im Laufe dieses Jahres mit den Planungspartnern Kanton und SBB Gespräche geführt, um für die künftigen Planungen und Projekte im Bahnhofbereich ein gemeinsames Vorgehen abzustimmen», so Hein. Voraussichtlich bis Anfang 2020 könne über das Vorgehen und den Zeitplan für die Umsetzung von möglichen Aufwertungsvorhaben im Bereich Bahnhofplatz-Neumarkt informiert werden.

Bisher umgesetzte Teilprojekte im Masterplangebiet sind laut dem Leiter Planung und Bau das Fussgängerleitsystem mit den dunklen Beschilderungs- und Orientierungs-Stelen, die Veloparkierungsanlage Bahnhof in der Nähe des Marroni-Stands sowie mehrere Sitzinseln auf dem Neumarktplatz. Ob der umstrittene Neumarkt-Brunnen wie früher angekündigt verschwinden wird, kann Hein noch nicht sagen, da die Planung für die Aufwertung des Neumarktplatzes noch nicht weit genug fortgeschritten ist.

Meistgesehen

Artboard 1