Region Brugg
Der Ferienpass steht vor dem Ende – was ihn jetzt noch retten könnte

Jeweils im Frühling ermöglichte der Verein Ferienpass Region Brugg Schulkindern und Kindergärtlern ein buntes Kursprogramm. Zu Spitzenzeiten hatte das Angebot bis zu 800 Teilnehmende. Heute sieht das anders aus.

Maja Reznicek
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Noch 2019 nahmen zirka 300 Kinder am Programm des Ferienpass Region Brugg teil.

Noch 2019 nahmen zirka 300 Kinder am Programm des Ferienpass Region Brugg teil.

Manuel Funk (15. April 2019)

Über 40 Jahre lang war er für die Jüngsten das Highlight der Frühlingsferien: der Ferienpass Region Brugg. Doch Ende 2021 könnte Schluss mit dem Angebot für Schulkinder und Kindergärtler sein. Präsidentin Martine van der Haas erklärt:

«Wir haben uns schweren Herzens entschieden, den Verein aufzulösen.»

Gründe für die Auflösung gibt es einige. Einerseits, erklärt van der Haas, habe die Aktion zweimal wegen Corona abgesagt werden müssen.

Andererseits würden sich für die Kurse immer weniger Kinder anmelden. Zum Vergleich: Zu Spitzenzeiten empfing der Ferienpass zwischen 700 und 800 Teilnehmende, bei der letzten Durchführung im Frühling 2019 waren es ungefähr 300. Es gebe mittlerweile so viele andere Aktivitäten für Kinder, sagt die Vereinspräsidentin.

Anita Amstad (hinten rechts) und die Kinder spazieren mit Alpakas dem Waldrand entlang
16 Bilder
Es folgen weitere Bilder vom Alpaka-Nachmittag in Scherz.
Alpakas Der Ferienpass Brugg organisierte den "Nachmittag mit Alpakas" unter der Leitung von Anita Amstad.
Alpakas Der Ferienpass Brugg organisierte den "Nachmittag mit Alpakas" unter der Leitung von Anita Amstad.
Alpakas Der Ferienpass Brugg organisierte den "Nachmittag mit Alpakas" unter der Leitung von Anita Amstad.
Alpakas Der Ferienpass Brugg organisierte den "Nachmittag mit Alpakas" unter der Leitung von Anita Amstad.
Alpakas Der Ferienpass Brugg organisierte den "Nachmittag mit Alpakas" unter der Leitung von Anita Amstad.
Alpakas Der Ferienpass Brugg organisierte den "Nachmittag mit Alpakas" unter der Leitung von Anita Amstad.
Alpakas Der Ferienpass Brugg organisierte den "Nachmittag mit Alpakas" unter der Leitung von Anita Amstad.
Alpakas Der Ferienpass Brugg organisierte den "Nachmittag mit Alpakas" unter der Leitung von Anita Amstad.
Alpakas Der Ferienpass Brugg organisierte den "Nachmittag mit Alpakas" unter der Leitung von Anita Amstad.
Alpakas Anita Amstad zeigt wie man aus Alpakas Kleidungsstücke machen kann.
Alpakas Anita Amstad zeigt wie man aus Alpakas Kleidungsstücke machen kann.
Alpakas Anita Amstad zeigt wie man aus Alpakas Kleidungsstücke machen kann.
Alpakas Die Kinder bastelten und klebten aus dem gewonnenen Alpakafell ein neues Alpaka auf Papier.
Alpakas Auch im Garten machen es sich die Alpakas gemütlich.

Anita Amstad (hinten rechts) und die Kinder spazieren mit Alpakas dem Waldrand entlang

Manuel Funk

Ebenfalls seien die Möglichkeiten zur Bekanntmachung des Angebots eingeschränkter. Früher wurde gemäss der Umikerin noch das Programmbüchlein in den Schulhäusern verteilt. Heute habe man nur einen Flyer und Plakate würden selten aufgehängt.

Mindestens zehn Freiwillige wären für die Übernahme nötig

Gleichzeitig macht dem Verein ein Mangel an Ehrenamtlichen zu schaffen. Van der Haas erinnert sich: «Am Anfang waren wir vierzehn Personen, aktuell sind wir noch sechs.» Viele hätten nach zehn bis fünfzehn Jahren im Organisationsteam des Ferienpasses – wenn die eigenen Kinder erwachsen sind – aufgehört.

Dazu komme, dass die Aktion «enormen Einsatz» verlange:

«Es war immer ein grosser administrativer Aufwand, den wir Freiwillige sehr gerne und mit viel Herzblut für die Kinder in unserer Region organisiert haben.»

Nun hofft van der Haas, dass sich neue Ehrenamtliche finden, die den Ferienpass mit Engagement weiterführen. Zig Eltern hätten ihr bisher rückgemeldet, dass sie es schade finden, dass der Ferienpass bald Geschichte sein könnte. «Sie sagen, dass die Kinder immer voller Freude von den Kursen nach Hause gekommen sind.» Die Organisation wollen aber die wenigsten auf sich nehmen.

Vor vier Jahren gab Kursleiterin Rebecca Bachmann im Rahmen des Ferienpasses einen Tanzkurs.

Vor vier Jahren gab Kursleiterin Rebecca Bachmann im Rahmen des Ferienpasses einen Tanzkurs.

Désirée Ottiger (12. April 2017)

Immerhin: Auf einen ersten Aufruf des Vereins haben sich bereits zwei potenzielle neue Mitglieder gemeldet. Doch gemäss van der Haas wären mindestens zehn Ehrenamtliche für die Übernahme nötig. Diese würden auch entsprechende Unterstützung erhalten. «Wir stehen natürlich gerne mit Rat und Tat zur Verfügung», erklärt die Vereinspräsidentin.

Noch bis Ende Jahr können Personen, die sich für eine Mitgliedschaft interessieren, den Verein über steffi.roth@bluewin.ch kontaktieren.

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