Region Brugg
Anlaufstelle für Altersfragen blickt auf erfolgreiches 2021 zurück – sieht aber schon nächste Herausforderungen

Renate Trösch, Leiterin Koordinationsstelle Alter Region Brugg, zeigt im Jahresbericht auf, welche Projekte vorangetrieben wurden und was als Nächstes angepackt wird.

Flavia Rüdiger
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Die Koordinationsstelle Alter Region Brugg sorgt bei älteren Menschen sowie deren Angehörigen für Klarheit in Sachen Altersfragen.

Die Koordinationsstelle Alter Region Brugg sorgt bei älteren Menschen sowie deren Angehörigen für Klarheit in Sachen Altersfragen.

Symbolbild:
Getty Images

«Ich habe vor drei Jahren meine Frau verloren. Inzwischen fühle ich mich sehr einsam. Gerne möchte ich eine neue Partnerin an meiner Seite. In welchen Zeitschriften kann ich kostengünstig inserieren?» Dies ist nur eine von vielen Fragen, die den Mitarbeitenden der Koordinationsstelle Alter Region Brugg gestellt werden. Laut dem Jahresbericht der Anlaufstelle kann Renate Trösch auf spannende, teilweise amüsante aber auch schwierige Gespräche zurückblicken. Die Leiterin Koordinationsstelle Alter Region Brugg sagt im Bericht:

«Ich habe trotz Pandemie-Modus viele Unterhaltungen führen können.»

Ausserdem habe sie Austauschtreffen mit den unterschiedlichen Fachorganisationen vereinbart und hätte so der Vernetzung und Bekanntmachung der Koordinationsstelle grössere Bedeutung zuordnen können. Nach den Lockerungen der Covid-Massnahmen waren alle «hocherfreut», dass die Veranstaltungen wieder vermehrt durchgeführt werden konnten.

Renate Trösch hat auch in Zeiten von Corona den Austausch gesucht.

Renate Trösch hat auch in Zeiten von Corona den Austausch gesucht.

Sandra Ardizzone

In den vergangenen Monaten habe sich gezeigt, dass viele Senioren und ihre Angehörigen nicht wissen, wo sie entsprechende Informationen und Dienstleistungen erhalten können. Mithilfe von Gesprächen mit diversen Gemeindevertretenden konnte festgestellt werden, dass die Notwendigkeit der Koordinationsstelle Alter mehr wahrgenommen wird. Trösch erklärt im Bericht weiter:

«Wir werden als bedeutender Mehrwert für die Bevölkerung erkannt.»

Diverse Projekte konnten im letzten Jahr umgesetzt oder in Angriff genommen werden: Unter anderem wurde das Fahrdienst-Angebot in der Region gemäss Jahresbericht überprüft und verbessert. Der Fahrdienst ist neu für die Menschen aller acht Gemeinden (Birr, Hausen, Mülligen, Birrhard, Habsburg, Lupfig, Brugg und Windisch) täglich an Werktagen, in Ausnahmefällen auch mal am Wochenende, zu einheitlichen Tarifen nutzbar.

Das erste Flick-Kafi im Eigenamt war ein voller Erfolg

Die Koordinationsstelle Alter Region Brugg wurde als zentrale Anlaufstelle festgelegt. Hier werden nun die Fahrten disponiert. Für die Gemeinden Windisch, Habsburg, Hausen und Mülligen wird die Koordination an die Fahrdienst-Vermittlungsstelle von Forum 60 plus weitergegeben. Trösch führt im Bericht aus:

«Zudem ist der Fahrdienst des ‹60 plus› zukünftig bereit, Nichtmitglieder und auch Seniorinnen und Senioren aus dem Eigenamt und Brugg zu chauffieren.»

Des Weiteren konnte nach einigen Sitzungen unter der Leitung von Esther Graf das erste Flick-Kafi im Pfrundhaus Lupfig eröffnet werden. Gemäss dem Jahresbericht ist das Projekt ein voller Erfolg gewesen. Der nächste Termin ist am Mittwoch, 10. August, von 14 bis 17 Uhr.

Freiwillige des Seniorenrats Brugg sind überaus engagiert

Die Einladung und Teilnahme an Vorstandssitzungen des Seniorenrats Brugg sowie des Forums 60 plus hätte viele Erfahrungsberichte gebracht. Die Mitarbeitenden der Koordinationsstelle freuen sich sehr über die engagierten und flexiblen Freiwilligen des Seniorenrats. Diverse Dienstleistungen wurden vermittelt: dreizehnmal Fahrdienst, zwanzigmal IT-Support, dreimal Handwerk/Garten-Unterstützung und dreimal Besuchsdienst/Soziales. Renate Trösch ergänzt:

«Es gingen zudem einige Anfragen von Nicht-Trägergemeinden ein.»

So hätten Bözberg, Riniken, Veltheim und Villigen um Unterstützungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige gebeten. Auch der Fahrdienst wurde häufig angefordert. So zum Beispiel von den Gemeinden Bözberg, Mönthal, Riniken, Schinznach oder auch Villigen.

Folgende Herausforderungen und Aufgaben werden laut Jahresbericht auf die Koordinationsstelle zukommen: Die Massnahmenvorschläge aus der Überarbeitung des Altersleitbilds sollen umgesetzt werden: Wie zum Beispiel die Durchführung von Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung der Kommissionsgemeinden oder die Förderung der Mobilität durch Vernetzung der bestehenden Fahrdienst-Angebote.

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