Bözen
Poststrasse: Die Strassenbreite hat an der Gmeind zu reden gegeben

Die Quartierstrasse dürfe keine Raserstrecke werden, lautete ein Kritikpunkt an der Breite von neu 5 Metern. Ein entsprechender Rückweisungsantrag wurde knapp abgelehnt. Am Schluss der Versammlung verfolgten Befürworter und Gegner wieder vereint das WM-Spiel der Schweizer Nationalmannschaft in Russland.

Claudia Meier
Drucken
Poststrasse

Poststrasse

Claudia Meier (cm)

Aufgrund des Fussballspiels der Schweizer Nationalmannschaft an der WM in Russland, das um 20 Uhr angepfiffen wurde, begann die Gemeindeversammlung in Bözen am Freitagabend ausnahmsweise bereits um 18.30 Uhr. Anwesende waren 65 von insgesamt 533 Stimmbürgern.

Das wichtigste Traktandum war die seit langem geplante Erstellung der Poststrasse: Die marode Quartierstrasse kann nun erneuert und die Werkleitungen können saniert werden. Der Souverän hat dem Verpflichtungskredit über brutto 1,44 Millionen Franken mit 38 Ja zu 17 Nein zugestimmt. In der vorangegangenen Diskussion wurde die neue Strassenbreite von 5 Metern kritisiert und der Wunsch laut, dass der Gemeinderat ein 4-Meter-Projekt ausarbeiten lassen soll. Den entsprechenden Rückweisungsantrag lehnten die Anwesenden allerdings mit 22 Ja- zu 27 Nein-Stimmen ab.

Bühne in der Turnhalle bekommt neuen Boden

Ausserdem hiessen die Stimmbürger die Rechnung 2017, eine Einbürgerung, die Kreditabrechnung «Milchhüslistrasse» und einen Kredit über 240'000 Franken für das Umrüsten der Strassenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik gut. In der Turnhalle werden Bühnenboden und -front für 50'000 Franken erneuert. Und für 47'000 Franken wird ein Bauprojekt für die Sanierung der Schul- und Turnanlage ausgearbeitet.

Unter Verschiedenes informierte Gemeindeammann Robert Schmid unter anderem über das Verschieben der Postauto-Haltestellen im Mitteldorf. Mit der Sanierung der Poststrasse wird die Haltestelle auf der Gemeindestrasse aufgehoben. Künftig befinden sich alle Haltestellen an der Kantonsstrasse im Bereich Oberdorf und an der Hauptstrasse.

Zum Schluss der Versammlung feierten die Anwesenden das 100-Jahr-Jubiläum der Elektra Bözen. Denn im September 1918 wurde die Elektra Bözen von der AEW zurückgekauft. Roland Soland von der Firma AEW Energie AG überbrachte eine kurze Grussbotschaft, bevor die Versammlung um 21.10 Uhr geschlossen wurde und man zum gemütlichen Teil mit Fussballmatch sowie zum von der AEW und dem Gemeinderat Bözen offerierten Apéro Riche übergehen konnte.

Aktuelle Nachrichten