Windisch
Marius begeisterte mit seiner Jagdkapelle amLilibiggs-Kinderkonzert

Ein wildes Durcheinander herrschte im Amphitheater. Ein symphatisches allerdings. Zu sehen waren lachende und tanzende Kinder mit ihren Eltern. Zum vierten Mal gastierten die Lilibiggs-Kinderkonzerte in Windisch.

Irene Hung-König
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Marius und die Jagdkapelle begeisterten das Publikum. ihu

Marius und die Jagdkapelle begeisterten das Publikum. ihu

Rund 800 Personen strömten zu den Konzerten von Schtärneföifi und Marius und die Jagdkapelle. Sänger Marius Tschirky sah mit seiner Band auf ein Meer orange-behüteter Köpfe. «Regnets bei euch?» fragte er zwischen den Songs und deutete auf sein Dilemma hin: «Ihr glaubt gar nicht, wie heiss es unter diesen Lampen ist.» Sein durchschwitztes Hemd lieferte die Bestätigung.

Discosong einmal anders

Marius macht sich, stilecht im Jagdtenue mit Hut und roten Socken, auf Wildsaujagd. Seine Freunde Tombär im Pelzkostüm am Piano, Bärechrüseler am Bass, Peter der Wolf mit Banjo und Supertreffer am Schlagzeug helfen ihm dabei. Schnell wird klar, diese Jagd ist was für die Lachmuskeln. Da die Wildsau nicht geschossen wird, hört das Publikum eben Fredi , dem Wurm zu – was nach «Speedy Gonzalez» tönt. Dabei imponiert Bärechrüselers hohe Stimme, der meint: «Ich könnte glatt an den Eurovision Song Contest gehen.»

Marius gibt den Kindern zu jedem Song Anweisungen: «Breitbeinig stehen, ein Arm in die Luft und cool schauen, jetzt kommt ein Discoknüller.» Die Band singt «Kei Windle meh a» und die Eltern summen «YMCA». Die Ostschweizer Band hat Country, Rock’n’roll, Reggae und Discolieder im Gepäck, aber vor allem viel Humor. Ein Stunde wirbelt Marius mit seiner Kapelle auf der Bühne, die Kinder haben auch nach den Zugaben nicht genug.

Nebst den Konzerten konnten die Kinder ein Musikvideo drehen, sich beim Golfen messen oder schminken lassen. Im Sirupausschank und am Hot-Dog-Stand herrschte Andrang. Die Organisatoren, der Quartierverein Klosterzelg-Reutenen und die Event-Agentur brothers and sisters freute es. «Es ist toll ins Amphitheater zu kommen. Alle arbeiten zusammen, sogar die Kinder des Quartiervereins verkaufen ihr eigenes Popcorn», sagte Ivo Gmür, Geschäftsführer von brothers and sisters.