Brugg
Konzertinitiative der Fachhochschule stösst auf Anklang

Die Studierenden sollen auf dem Campus auch ein kulturelles Angebot vorfinden. Darum wurde «live @ the campus» vor drei Jahren von der Fachhochschul-Big Band Aargau (FHNW) ins Leben gerufen. Bisher ist die Aktion ein voller Erfolg.

Carolin Frei
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«live @ the campus» wurde vor drei Jahren von der Fachhochschul-Big band Aargau (FHNW) ins Leben gerufen. «Diese Konzertreihe ist eine Bereicherung für Brugg», ist Initiant und Leiter der Big Band Stephan Athanas überzeugt.

Und nicht nur für die Brugger Studenten. «live @ the campus» soll den Studierenden der Fachhochschule ein campus-feeling vermitteln. «Ziel ist, dass sie, sobald ihre Vorlesungen zu Ende sind, nicht gleich in den nächsten Zug steigen und nach Hause fahren», sagt FHNW-Dozent Athanas.

Die Studierenden sollen ermuntert werden, innerhalb des Campus zu bleiben und das Angebot zu nutzen. Am Donnerstag und Freitag soll mit dem hauseigenen Barbetrieb «Novum Lounge», der ebenfalls aus der Bigband heraus entstanden ist, ein Zusammengehörigkeitsgefühl geweckt werden. Und mit den Konzerten im Forum Odeon, die jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat stattfinden, ein Ausgleich zum doch eher kopflastigen Studium geboten werden.

Die Konzertreihe wird nicht nur von der Bigband bestritten, sondern auch kleinere Bands und Formationen geben dort ihr Können zum Besten. Viele dieser Bands werden von ehemaligen oder teils noch aktiven Mitgliedern der Bigband bestritten. Und auch das sei Ziel von «live @ the campus» – eine Plattform für eigene Projekte zu präsentieren. Die Bilanz, die aus den drei Jahren Konzerttätigkeit im Odeon gezogen werden kann, ist denn auch positiv. «Das Projekt hat sich gut entwickelt, die Konzerte sind gut besucht und das Programm wird immer professioneller», betont Athanas. Die von ihm zusammegestellte Kulturreihe reicht von Jazz und Soul über Ländler und DJ-Sound bis hin zu elektronischer Musik.

Altstadt ist zu weit weg

«Wir sind heute am Mittwochkonzert, weil unser Kollege Christoph mitspielt. Ein absolut gutes Konzert. Wir sind gerne im Odeon – einer der besten Orte in Brugg», sind sich Susanne Müller und Philipp Bühlmann einig. Auch andere Studierende bleiben gerne mal an einem Mittwochabend in Brugg, um ein Konzert der Kollegen zu besuchen. «Das ist ein Schritt in die richtige Richtung», sagt Thomas Müller, Assistent Studiengangleitung an der FHNW. Er ist ebenfalls Gast an diesem Mittwochkonzert. Aber es brauche noch mehr, um eine grössere Zahl Studierender zum Bleiben zu bewegen.

Es gäbe zwar einige Bars in der Altstadt, doch das sei schon zu weit weg. «Es müsste noch etwas auf dem Weg zum Bahnhof geben. Etwa eine Bar mit einem guten Ambiente, in der auch das Kulturelle gepflegt wird.» Diesen Standpunkt teilt auch Zahra Maouhoub, die ebenfalls an der Fachhochschule tätig ist. Die Big Band der FHNW wurde bereits vor neun Jahren von Ueli Gygli ins Leben gerufen. Heute zählt die Band gut 30 Mitglieder, die sich aus Studierenden und Dozierenden, sowie auch ein paar Ehemaligen, zusammensetzt. Mit der Big Band will man ein Fenster nach innen und aussen sein.

«Sie soll nicht nur im eigenen Saft schmoren.» Wer bisher die Konzerte verpasst hat, hat am Freitag, 13. Januar Gelegenheit, dies nachzuholen. Dann spielt die ganze Formation im Salzhaus in Brugg.

Konzert FHNW Big Band: Freitag, 13. 1. 2012, 20.15 Uhr, Salzhaus FH-Funk-und Soulparty. Eintritt frei, Kollekte.