Brugg
Hier wird der Zauber von Weihnachten gleich an die Wand projiziert

Am klingenden Lichterfest werden Künstler ein Gebäude mit Lichteffekten bespielen.

Timea Hunkeler
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Lichtprojektionen an der Fassade des Salzhauses am Hofstattfestival 2015.

Lichtprojektionen an der Fassade des Salzhauses am Hofstattfestival 2015.

Ursula Burgherr

Wenn sich der Römerturm in eine multimediale Krippe verwandelt, die Treppenstufen des Turms von projizierten Scherenschnittfiguren bestiegen werden und das Ziffernblatt der Uhr zum austauschbaren Gemälde wird, das neckisch durch Zeit und Kultur hüpft, dann hat das einen Grund: Das klingende Lichterfest in der Brugger Altstadt findet statt.

Neben Kinderpunsch, Glühwein, Speckzopf und Lebkuchen, treffen die Besucher auf drei Künstler, darunter Andi Hofmann, die ihre Fassadenprojektionen vorführen. «Wir haben uns in der Region einen guten Namen mit Aktionen dieser Art gemacht und sehen jeden Einsatz als einzigartiges Experiment», sagt Hofmann. Die Künstler arbeiten jeweils mit selbst hergestelltem Material, das speziell zu Ort und Anlass passe. «Thematisch wurde uns Künstlern für das Lichterfest Weihnachten zugeteilt», erklärt Hofmann.

Er und die beiden anderen Künstler, Maria Bänziger und Pascal Arnold, wohnen in der Region Brugg. Sie arbeiten als freischaffende Künstler in verschiedenen Bereichen. Hofmann ist auch Filmemacher. Er dreht Videos für Bands sowie Kurz- und Independent-Filme. «Eine erste Zusammenarbeit zwischen uns drei Künstlern entstand am Figura Theaterfestival in Baden. Dort projizierten wir die Show an alte Kirchenfenster», sagt Hofmann. Seither haben sie schon verschiedene Gebäude und Leinwände, so auch das Salzhaus, bespielt.

Projektionen und Konzert sind live

Neben der schwebenden Weihnachtsdekoration versetzen Glitzerhintergründe die Altstadt in vorweihnachtliche Stimmung. «Fassaden sind wie Persönlichkeiten. Man muss sie zuerst kennenlernen, um mit ihnen in eine vertraute Beziehung zu treten», sagt Hofmann.

Während den Vorbereitungen habe er sich deshalb gemeinsam mit den anderen beiden Künstlern überlegt, wie sie den Römerturm am besten in Szene setzen könnten. «Die grösste Herausforderung war die Verschmelzung unserer verschiedenen Darstellungsstile», fährt er fort.

Die Projektionen laufen durchgehend von 18 bis 22 Uhr und werden live bedient. Laut Hofmann arbeiten die Künstler dramaturgisch. «Von ruhig zu schnell, besinnlich zu ausschweifend, warm zu kalt oder auch mit Himmel und Hölle.» Ihre Show unterstütze ausserdem die Vindonissa-Singers, die um 18.30 und um 20 Uhr auftreten.

«Es geht nicht darum, mit dem Auditiven in Konkurrenz zu treten, sondern die Vindonissa-Singers visuell zu unterstützen», sagt Hofmann. Lichtbilder in Kombination mit Musik habe sie schon immer fasziniert. «Wir hoffen, dass unsere weihnachtlichen Spielereien den Besuchern ebenso viel Freude bereiten wie uns», sagt er.

Eröffnung und Apéro am 10. Dezember, ab 18 Uhr beim Amtshaus/Römerturm.

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