Brugg
Grosses Hallo am Danke-Heinz-Fest

Gut 100 Personen haben dem bekannten Brugger Heinz Trachsel und sein Engagement für die Allgemeinheit gewürdigt und gefeiert. Der 71-Jährige zeigte sich gerührt.

Claudia Meier
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Mattermania singt sich am Danke-Heinz-Fest im Brugger Forum Odeon munter durch den Nachlass des legendären Berner Troubadours Mani Matter.

Mattermania singt sich am Danke-Heinz-Fest im Brugger Forum Odeon munter durch den Nachlass des legendären Berner Troubadours Mani Matter.

Claudia Meier (cm)

«Herzliche Gratulation! Oder wie soll ich das nennen?», fragte ein Mann, als er Heinz Trachsel am Samstagabend beim Pfadi-Apéro im Odeon-Garten in Brugg mit einer herzlichen Umarmung begrüsste. Zum Danke-Heinz-Fest hatten Gina Sträuli und Stephan Filati vom Kulturhaus Odeon eingeladen (die az berichtete). Unterstützt wurden sie von der Pfadi Brugg und dem ehemaligen Open Air «FreeforPeace». Gekommen waren gut 100 Erwachsende und Kinder, die den 71-Jährigen von der Pfadi, der Arbeit oder seinen jahrzehntelangen gemeinnützigen Engagements – vom Eisenbahn-Paradies bis zum Zeltbauen– in der Stadt Brugg kennen. Einige der Gäste hatten seit Jahren keinen Kontakt mehr mit Trachsel und lasen in der Zeitung von diesem Fest. Andere – wie der neue Stadtpfarrer Rolf Zaugg – kennen Trachsel erst seit wenigen Monaten.

Der Dank verbindet die Gäste

Was die Gäste verband, war der grosse Dank für Trachsels unermüdliche Einsätze. Jeder hätte mehrere Anekdoten über den Brugger, der auch eine bockige Seite hat, erzählen können. Nachdem sich im Forum Odeon alle mit einer feinen Suppe gestärkt hatten, würdigte Gina Sträuli Trachsels Wirken und appellierte an die Gäste: «Hört ihm zu! Es lohnt sich, denn man kann viel von Heinz lernen.» Noch heute erinnert sie sich an die Knoten und Tricks, die er ihr in der Pfadi beibrachte.

Heinz Trachsel sass –, wie könnte es anders sein – im Faserpelzpullover da und dankte allen für das entgegengebrachte Vertrauen: «Ihr lasst euch auf mich ein und sagt nicht gleich, dass es nicht geht oder dass ich zu spät komme.» Das anschliessende Konzert von Mattermania krönte den Abend. «Dass ich diese gegenseitige Wertschätzung heute so erleben darf, ist einfach toll», so der glückliche 71-Jährige. Oft erfolge eine Würdigung erst nach dem Tod.

Wie haben Sie Heinz Trachsel kennen gelernt und was bedeutet Ihnen sein Engagement?

Heini Bernet, 74, Killwangen «Wir haben in den 70er-Jahren zusammen auf einer Stollenbaustelle im Weisstannental gearbeitet. Heinz fand für jedes Problem eine Lösung.»
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Veronika Kühnis, 66, Windisch «Heinz kenne ich schon lange. Dieses Fest ist eine grosse Freude. Heinz trägt mit seiner uneigennützigen Art zur Lebensqualität in Brugg bei.»
Dominik Kindlimann, 19, Windisch «Ich schätze es sehr, dass wir von der Pfadi noch immer auf die Hilfe von Heinz zählen können. Mit ihm haben wir schon Seilbahnen gebaut.»
Catarina Rüegg, 77, Windisch «Ich bin hier, weil unsere Kinder Heinz in der Pfadi kennenlernen durften. Sie erzählten uns vom Fest. Ich finde ihn frisch und sehr hilfsbereit.»
Jürg Kohler, 59, Oftringen «Ich machte in der Pfadi Brugg mit. Heinz war da mein grosses Idol. Mit ihm bauten wir Brücken. Heute ist es Zeit für ein Wiedersehen.»

Heini Bernet, 74, Killwangen «Wir haben in den 70er-Jahren zusammen auf einer Stollenbaustelle im Weisstannental gearbeitet. Heinz fand für jedes Problem eine Lösung.»

Claudia Meier

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