Kulturlandplan Mönthal
Für den Steinbruch Steinacher ändert das Auffüllmaterial

Die Gemeindeversammlung in Mönthal befasst sich mit dem Kulturlandplan sowie der Bau- und Nutzungsordnung. Die Steuerfusserhöhung hat nicht den erhofften Erfolg gebracht.

Michael Hunziker
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Der Steinbruch in Mönthal ist eine Deponie für Aushubmaterial.

Der Steinbruch in Mönthal ist eine Deponie für Aushubmaterial.

Louis Probst

Der Steinbruch Steinacher in Mönthal soll künftig mit mineralischen Bauabfällen und Aushubmaterial mit Inertstoffqualität aufgefüllt werden können – statt wie bis anhin nur mit sogenanntem «unverschmutztem Aushubmaterial». Vorgesehen ist eine Umzonung der bestehenden Materialabbauzone in eine Materialabbau- und Deponiezone. Die Teiländerung des Kulturlandplans sowie der Bau- und Nutzungsordnung steht zur Diskussion an der Gemeindeversammlung.

Im Steinbruch Steinacher im Norden des Dorfs wird seit über 60 Jahren hauptsächlich Kalkstein abgebaut. Im Vergleich zum bewilligten Projekt ändern lediglich das Wiederauffüllmaterial sowie die Abdichtung und Entwässerung, hält der Gemeinderat fest. Unverändert bleiben der Perimeter, die Abbau- und die Wiederauffüllmenge, die Etappierung, die Endgestaltung, die Rodungsflächen, der ökologische Ausgleich sowie die Rekultivierung.

Ziel der Abdichtung und Entwässerung ist gemäss Behörde eine getrennte Ableitung des Deponie- und Hangsickerwassers. Letzteres wird mit einer separaten Ableitung in das Sauberwassernetz der Gemeinde geleitet. Das Deponiesickerwasser wird zur Messstation geführt und – je nach Wasserqualität – in das Sauberwasser- oder Schmutzwassernetz der Gemeinde geleitet.

Punktlandung beim Gewinn

Weiter entscheiden die Stimmberechtigten am Freitag, 21. August, über die Weiter­führung der Mitgliedschaft beim Jurapark Aargau für die Betriebsphase 2021–31, eine Kreditabrechnung sowie die Rechnung 2019. Der Gemeinderat spricht von einer Punktlandung: Erzielt wurde ein Gewinn von 8179 Franken. Veranschlagt war ein Aufwandüberschuss von 19'720 Franken. Zum positiven Resultat beigetragen haben laut Gemeinderat tiefere Haushaltskosten. Die budgetierten Aufwendungen von 1,17 Mio. Franken konnten um 55616 Franken unterschritten werden – trotz höherer Kosten für die Pflegefinanzierung.

Nicht den erhofften Erfolg gebracht habe die auf 2019 beschlossene Steuerfusserhöhung auf 115 Prozent. Mit dem erzielten Steuersoll von 1,03 Mio. Franken wurde die Ertragsprognose um 27718 Franken nicht erreicht. Das Investitionsbudget wurde um 506200 Franken unterschritten, weil der Startschuss für die Sanierung der Milchhüslistrasse noch nicht erfolgt ist. «Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Diese Kosten werden zu einem späteren Zeitpunkt noch auf die Gemeinde zukommen», hält der Gemeinderat fest.