Mandach
Freiwilligeneinsatz im Jurapark Aargau: Eine Aktion, die Mensch und Tier glücklicher macht

Das «Corporate Volunteering»-Programm von Jurapark Aargau ist beliebt.

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Das Team von Freiwilligen ist im Einsatz auf einer ehemaligen Rebparzelle.

Das Team von Freiwilligen ist im Einsatz auf einer ehemaligen Rebparzelle.

zvg/Jurapark Aargau

Zum ersten Mal hat der Jurapark Aargau einen «Corporate Volunteering»-Einsatz in Mandach durchgeführt. Das Freiwilligenprogramm richtet sich in erster Linie an Firmen, die einen ganzheitlichen Arbeitseinsatz erleben wollen. Ziel ist ein Gewinn für alle: Die Freiwilligen erleben einen unvergesslichen Tag ausserhalb ihres normalen Arbeitsalltags mit einer sinnvollen Beschäftigung und lernen gleichzeitig die Jurapark-typischen Tiere und die Landschaft kennen. Die Landwirte oder andere regionale Akteure profitieren von einer Unterstützung bei aufwendigen Arbeiten mit einem Mehrwert für die Natur – etwa der Heckenpflege, dem Unterhalt von Trockensteinmauern oder der Ernte von Hochstammfrüchten.

Solche «Corporate Volunteering»-Einsätze sind bei Firmen beliebt und werden seit 2014 regelmässig vom Jurapark Aargau durchgeführt, heisst es in einer Medienmitteilung. 2020 führte der Jurapark Aargau zwölf solcher Einsätze mit Freiwilligen in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren durch. Rund die Hälfte der geplanten Einsätze musste im Frühjahr aufgrund der Coronabestimmungen abgesagt werden.

In Mandach arbeitete kürzlich das kleine Team der Bitvoodoo AG auf einer ehemaligen Rebparzelle des Landwirtschaftsbetriebs Oberrüti von Marion und Michael Keller. Ziel war es, die fast vollständig mit Büschen eingewachsene Rebparzelle für die Natur aufzuwerten, wie Gilbert Projer, Natur- und Umweltfachmann vom Jurapark Aargau, zu Beginn erklärte. In kurzer Zeit befreite das Team des «Corporate Volunteering»-Einsatzes – ausgerüstet mit Handsägen und Heckenscheren – eine beachtlich grosse Fläche von allerlei Gebüsch. Es wurde viel gelacht, aber auch geschwitzt. Während der Einsatzleiter darauf achtete, dass einzelne Dornsträucher, wie etwa Wildrosen mit ihren auffallend roten Hagebutten, für die Vögel stehen gelassen werden, errichteten ein paar der Freiwilligen am Rand Asthaufen. Diese dienen Igeln und anderen Kleintieren als willkommenes Versteck.

Am Nachmittag schnitt die kleine Gruppe eine dornen­reiche Hecke zurück. Alle lauschten gespannt, als Gilbert Projer, erzählte, wieso der Neuntöter – notabene der Vogel des Jahres 2020 von Birdlife Schweiz – so heisst und auf solche dornenreiche Hecken sowie eine naturnahe Heckenpflege angewiesen ist. (az)