Windisch
Einwohnerrat Windisch will Klarheit darüber, wann und warum Strassen saniert werden

Für den Windischer SP-Einwohnerrat Reto Candinas steht fest: Die Gemeinde braucht eine Portfolio-Planung, die den Gemeinderat, die Verwaltung sowie den Einwohnerrat bei den kurz-, mittel- und langfristigen Strassensanierungsprojekten unterstützt.

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Die Sanierung der Jurastrasse hat im Einwohnerrat für Diskussionen gesorgt.

Die Sanierung der Jurastrasse hat im Einwohnerrat für Diskussionen gesorgt.

Claudia Meier

Mit einer Motion beauftragen Reto Candinas und die Mitunterzeichner den Gemeinderat überdies, ein Grobkonzept für Verkehrsberuhigungsmassnahmen zu erarbeiten.

Die Diskussionen um die Sanierung der Jurastrasse inklusive Verkehrsberuhigung zeigen laut dem SP-Einwohnerrat deutlich auf, dass ein grundlegendes Konzept fehle. Vor Jahren sei eine Werterhaltungsstrategie beziehungsweise -planung als unterstützendes technisches Arbeitspapier der Verwaltungen erarbeitet worden. Dieses beruhe jedoch auf teilweise veralteten Grundlagen und nicht alle Parameter – zum Beispiel Elektrizitätsversorgung – seien enthalten.

Immer wieder Rückweisungen

«Der Einwohnerrat hat sich in den letzten Jahren immer wieder sehr kritisch mit Strassensanierungsprojekten auseinandergesetzt, insbesondere wenn diese gemäss aktueller Werterhaltungsplanung weit hinten lagen», führt Candinas aus. Mehrmals seien Projekte und Kreditanträge abgelehnt und an den Gemeinderat zurückgewiesen worden.

Trotz Rückweisungen solcher Geschäfte an den Gemeinderat mit klaren Hinweisen, dass die Begründungen in den Botschaften ungenügend seien und eine nachvollziehbare Strategie und Planung fehle, hat der Gemeinderat gemäss Candinas bisher die wichtigen Grundlagenarbeiten nicht an die Hand genommen.

Durchaus Verständnis, aber . . .

Mit dem Hinweis auf die im letzten Jahr nicht immer einfachen Personalsituationen in Behörde und Verwaltung äussern Candinas und die Mitunterzeichner zwar «durchaus Verständnis», dass diese Arbeiten bisher noch nicht angepackt wurden. Jetzt aber sei der Zeitpunkt gegeben, dies nachzuholen.

Wie eine solche Projektplanung aussehen soll, bleibe der Verwaltung beziehungsweise dem Gemeinderat überlassen. «Es ist den Motionären auch klar, dass die Projektplanung nicht eine Detailbeurteilung ersetzen kann und eine genügende Flexibilität aufweisen muss», fährt Candinas fort. Erfüllt werden müsse das Bedürfnis, «allen am Prozess Beteiligten verständlich aufzuzeigen, welche Sanierungsprojekte aus welchem Grunde zu welchem Zeitpunkt anstehen und an die Hand genommen werden sollen».