Brugg-Windisch
Nach knapp sechs Monaten: Solarbutterfly schafft die Europatour

Am Mittwoch hat das rollende, solarbetriebene Tiny House die 26'000 Kilometer lange Fahrt durch 26 Länder – dabei kam das Team auch in Brugg-Windisch vorbei – in Luzern beendet. Seine finale Destination ist das aber nicht.

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Nach fast sechs Monaten und Besuchen bei rund 130 Klima-Projekten kehrt der Solarbutterfly wieder nach Luzern zurück.

Nach fast sechs Monaten und Besuchen bei rund 130 Klima-Projekten kehrt der Solarbutterfly wieder nach Luzern zurück.

Bild: zvg/hslu

Am 23. Mai hat der Solarbutterfly seinen Flug begonnen: Damals besuchte das Team auch den Campus der Fachhochschule in Brugg-Windisch. Jetzt – fast sechs Monate später – kehrte das rollende, solarbetriebene Tiny House nach erfolgreicher und, so heisst es in einer Mitteilung, «medial vielbeachteter Europatour» nach Luzern zurück.

Seit Mai haben insgesamt sechs Teams mit jeweils fünf Personen die Strecke von 26'000 km zurückgelegt. Dabei wurden rund 130 Klima-Projekte in 26 Ländern besucht, welche sich mit Lösungen gegen die Welterwärmung beschäftigen. Projektleiter ist Luzerner Solarpionier Louis Palmer, der die internationalen Crews anleitet:

«Die Welt ist voller Lösungen, die Arbeitsplätze schaffen und die Zukunft unserer Kinder sichern können, und die wollen wir mit dem Solarbutterfly besuchen.»

Bei diesem handle es sich um ein weltweit einmaliges Konzept: ein komplett autarkes Tiny House, dessen 80 Quadratmeter grosse Solarzellen sich auf Knopfdruck ausbreiten – «wie die Flügel eines Schmetterlings». Diese laden die Batterien des Elektroautos, das den Solarbutterfly täglich bis zu 300 Kilometer zieht.

Bis Weihnachten 2023 geht es bis nach Panama

Noch ist die Reise aber nicht vorbei: Bis April 2023 wird der Solarbutterfly im Raum Luzern in einer Werkstatt für die Amerikatour gewartet und vorbereitet. Zuerst reist er dann von Luzern aus weiter nach Liverpool und wird von dort mit dem Schiff nach Halifax übersetzen und bis Weihnachten 2023 durch Kanada, die USA und Zentralamerika bis nach Panama fahren.

Viktor Sigrist, Direktor Departement T&A der Hochschule Luzern, begrüsst am Anlass am Mittwoch.

Viktor Sigrist, Direktor Departement T&A der Hochschule Luzern, begrüsst am Anlass am Mittwoch.

Bild: zvg/hslu

«Nach der erfolgreichen Testfahrt rund um Europa freuen wir uns, in den nächsten drei Jahren noch weitere fünf Kontinente zu durchqueren. Die Klima- und Energiekrise ist so aktuell wie noch nie, und wir zeigen, dass die Welt voller Lösungen ist. Und diese Lösungen wollen wir am 12. Dezember 2025 zum Abschluss unserer Reise in Paris präsentieren, zum zehnjährigen Abkommen des Pariser UNO-Klimaabkommens», lässt sich Louis Palmer in der Mitteilung zitieren. (az)