Ligado

Bözen, Elfingen und Hornussen setzen auf eine gemeinsame Zukunft

Die Gemeindekanzleien sollen in Bözen stationiert werden. CM

Die Gemeindekanzleien sollen in Bözen stationiert werden. CM

Die drei Gemeinden Bözen, Elfingen und Hornussen wollen ihre Verwaltungen in Bözen und Hornussen konzentrieren und professionalisieren. Heute Abend finden in Elfingen und Hornussen zwei Infoveranstaltungen zum Thema statt.

Die Verwaltungen der Gemeinden Bözen, Elfingen und Hornussen sollen unter dem Projekt Ligado zusammengeführt werden. Ligado heisst verbinden.

An der letzten Wintergmeind hiessen die Stimmbürger einen Kredit für die Ausarbeitung der Projektdetails in den vier Bereichen Kanzlei/Soziales, Finanzen und Steuern, Kommunikation sowie Bauamt gut.

Konkret ging es in der Folge um die Festlegung der definitiven Standorte, die Finanzierung und die Infrastruktur. Die Effinger stimmten nur dem Teilprojekt Bauamt zu (siehe separater Text).

Am ersten von drei Informationsveranstaltungen stellte Gemeindeammann Annemarie Baumann am Dienstagabend im Gemeindesaal Bözen den Schlussbericht vor und erläuterte den Antrag für die bevorstehende Gemeindeversammlung.

Drei Jahre Vorbereitung

Ligado bedeutet rund drei Jahre Vorbereitungsarbeit mit allen Hochs und Tiefs. Behörden, Verwaltungsmitarbeitende sowie die Bevölkerung waren in dieser Zeit mehr oder weniger stark im Projekt involviert. «Seit dem Projektstart haben sich unsere Ziele nicht verändert, sondern konkretisiert», sagte Baumann.

Der Antrag sieht vor, dass die Kanzleien inklusive Sozialdienst, Einwohnerkontrolle und Bauverwaltung ab 1. Januar 2014 vom Standort in Bözen aus geführt werden. Die Abteilung Finanzen soll neu in Hornussen zusammen mit dem bereits existierenden regionalen Steueramt geführt werden.

Die regionale Kommunikation soll sich auf die Vereinheitlichung der Homepage sowie auf ein gemeinsames, regionales Mitteilungsblatt konzentrieren. Zur praktischen Umsetzung der Teilprojekte wird die Einführung einer Verwaltungsleitung empfohlen.

Diese steht operativ allen drei regionalen Bereichen Kanzlei/Soziales, Finanzen und Steuern vor. Die Umsetzung verursacht einmalige Kosten von 103 490 Franken, welche unter den Partnergemeinden abhängig von der Einwohnerzahl aufgeteilt werden.

Grundlagen zur Berechnung lieferten Offerten von mehreren Anbietern. Es müssen keine neuen Immobilien erstellt werden. Kosten entstehen durch Anpassungen in der Infrastruktur. Konkret sollen die Informatik, die Telefonanlage, die Homepage und die Beschriftungen angepasst werden.

Baumann betonte, dass mit dem Projekt keine bedeutenden Kosteneinsparungen realisiert werden können. Mit der Einführung auf die neue Amtsperiode 2014/2017 könnten aber die Stellvertretungen besser geregelt sowie die Milizpolitiker entlastet werden.

Das führe zu Qualitäts- und Effizienzsteigerungen. Das Projekt Ligado könne problemlos neue Gemeinde aufnehmen und sei auch offen für spätere Gemeindezusammenschlüsse, fasste Baumann zusammen.

Die Ausführungen stiessen bei den Anwesenden auf grosse Akzeptanz. In der kurzen Diskussion war von Ligado als nötigen Zwischenschritt mit Zukunftsperspektiven die Rede. Gewisse Kosten für neue Telefonanlagen oder Informatik würden so oder so anfallen.

Vereinzelt wurden Bedenken geäussert, dass mit Ligado das Fusionsthema nicht weiterverfolgt würde.

«Mit Ligado schaffen wir einen Nährboden für die Zukunft. Wir bauen ein Fundament und haben so die Chance, im oberen Fricktal zu zeigen, dass wir jemand sind», schloss Gemeindeammann Annemarie Baumann.

Heute Abend finden zwei weitere Informationsveranstaltungen statt : Turnhalle Elfingen um 19.30 Uhr; Birkensaal Hornussen um 20 Uhr.

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