Lupfig
Amag will ein «Parkhaus» für 4197 Autos bauen

Amag hat ein Baugesuch für ein neues Autolagerhaus eingereicht. Der Autohändler will in Lupfig ein neues «Parkhaus» für 55 Millionen Franken bauen. Das bisherige Auslieferungszentrum ist Amag zu klein geworden.

Louis Probst
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Elegant: Das neue Autolagerhaus der Amag mit der verglasten Fahrzeugrampe. zvg

Elegant: Das neue Autolagerhaus der Amag mit der verglasten Fahrzeugrampe. zvg

Die Vorteile des Eigenamtes als Industriestandort sind längst erkannt. Das zeigen nicht nur die grossen Unternehmungen, die sich bereits in Birr und Lupfig angesiedelt haben, sondern auch die Industrie-Bauvorhaben der letzten und auch der kommenden Zeit. Das gilt vor allem für die Gemeinde Lupfig. Nach dem Rechnungszentrum der Green, das im vergangenen Frühjahr eingeweiht wurde, und dem Neubau der Stiebel Eltron AG, mit dem kürzlich begonnen worden ist, liegt jetzt das Baugesuch der Amag für die Erweiterung des bestehenden Auslieferungslagers auf. Geplant ist ein neues Autolagerhaus, das Platz für 4197 Neuwagen bietet. Kostenpunkt: 55 Millionen Franken.

Der Platz ist knapp geworden

Die hohen Qualitätsstandards, die stetig wachsende Modellpalette der Volkswagen-Konzernmarken und die positive Entwicklung der Marktanteile lassen im Amag-Auslieferungszentrum in Lupfig den Platz knapp werden. Auf einem Teil des bestehenden Areals soll daher ein neues Autolagerhaus gebaut werden. «Durch die Erweiterung der Lagerkapazitäten wird die Lagerhaltung verstärkt zentral sichergestellt und Verschiebungen von Fahrzeugen innerhalb der Handelsorganisation können auf ein Minimum reduziert werden», stellt die Amag fest. «In neuen Arbeitsräumen werden zudem Kapazitäten für technische Prüfaufträge und für die Aufbereitung der Fahrzeuge geschaffen, um den Handel von Standardarbeiten zu entlasten.» Vor Kurzem erfolgte die Baueingabe für das Autolagerhaus. Jetzt liegt das Baugesuch auf.

Der Neubau, der vom Architekturbüro Egli Rohr Partner AG (Baden-Dättwil) konzipiert worden ist, weist neben Unter- und Erdgeschoss sieben Obergeschosse auf. Erstellt wird das Gebäude, wie Projektleiter Urs Stierli vom Büro Egli Rohr Partner AG erklärt, in einer Stahl-/Beton-Verbundkonstruktion. Die Fassaden der Obergeschosse werden mit Streckmetall verkleidet. Im Erdgeschoss befindet sich ein Werkstatt- und Bereitstellungsteil. In den Obergeschossen, die über eine aussen liegende, verglaste und überdachte Rampe erschlossen werden, befinden sich die Stellplätze für die Neuwagen. Das Dach soll intensiv begrünt werden. «Bei Bedarf», so die Amag, «kann die Dachfläche auch als Standort für eine Photovoltaikanlage genutzt werden.». Diese Anlage ist aber nicht Bestandteil des Baugesuches. Das Dachwasser wird für das Waschen der Autos verwendet. Das überschüssige Dachwasser wird einer Versickerungsanlage zugeführt.

«Umweltverträglich realisierbar»

Das Bauvorhaben untersteht der Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung. Im Umweltverträglichkeitsbericht wird festgehalten: «Durch das Vorhaben sind keine erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt zu erwarten. Das Projekt ist umweltverträglich realisierbar.» Und realisiert werden soll das Autolagerhaus rasch. Gemäss Terminplan ist der Baubeginn Mitte 2012 vorgesehen, die Inbetriebnahme Ende 2013.