«City Strongwoman»
Baustellen-Lauf soll zum ­Volkssportfest für alle werden

Der «City Strongwoman» findet am Sonntag zum fünften Mal in Baden statt. Kurzentschlossene können sich bis eine Stunde vor Start noch Anmelden.

Maximilian Karl Fankhauser
Drucken
Auch der Plausch soll am «City Strongwoman» nicht zu kurz kommen. Kostüme sind deswegen gerne gesehen.

Auch der Plausch soll am «City Strongwoman» nicht zu kurz kommen. Kostüme sind deswegen gerne gesehen.

Echt Ideen Leben

Sie prägen das Stadtbild mit wie kaum etwas anderes und stehen zudem für die Veränderung. Doch meistens ärgern sich die Menschen darüber und sie stehen deswegen in den negativen Schlagzeilen: Die Baustellen. Das ist auch Urs Grieder, Geschäftsführer «Grieder Sport» in Baden, aufgefallen. 2016 wollte er etwas dagegen tun. «Ich war gerade an der Quelle, denn direkt vor meinem Laden befand sich damals eine Baustelle.»

Also hatte er die Idee, einen Hindernislauf über die Baustellen in der Badener Innenstadt durchzuführen. Somit sollten diese auch wieder in ein positives Licht gerückt werden. «Zu Beginn haben wir uns kaum Chancen ausgerechnet, denn bereits das Betreten einer Baustelle ist ja strikt verboten», sagt Grieder. Doch der Kanton und die Baustellenverantwortlichen waren von der Idee hellbegeistert. «Innerhalb zweier Monate haben wir diesen Event dann auf die Beine gestellt.»

Nun findet die Veranstaltung am Sonntag bereits zum fünften Mal statt, zum ersten Mal unter dem Namen «City Strongwoman». Die Namensänderung – 2019 hiess der Event noch «City Strongman – ist für Grieder ein logischer Schritt. «Wir haben über 50 Prozent Frauenanteil im Teilnehmerfeld, das ist doch nur frauenwürdig.» Der Entscheid wurde gemeinsam mit der Ethikkommission der Axpo getätigt, einer der grossen Sponsorinnen des Events. Denn als er vor kurzem am Ironman in Thun im Zielraum stand, war er schockiert: «Da wurde jede Frau im Ziel mit dem Satz ‹You are an Ironman› vom Speaker begrüsst. Das war absolut da-neben.»

Der Startschuss zum ­Jubiläumsjahr

Von den Baustellen ist an der fünften Ausgabe nichts mehr übrig. Nun sind es Firmen oder Vereine, die die Hindernisse auf der fünf Kilometer langen Strecke stellen. Vom Sportplatz Au geht es den Cliffhanger zum Schwimmbad hoch, dort muss die Wasserrutsche benutzt werden, und bei den Pontonieren wird in der Limmat geschwommen. Die neue Boulderhalle stellt eine Kletterwand zur Verfügung, bei der Ruine Stein muss die Treppe erklommen werden und auch ein Pneuparkour wartet auf die Teilnehmenden.

Bereits 190 Anmeldungen sind im Vorfeld des «City Strongwoman» eingegangen, so viele wie noch nie. Über 200 erhofft sich Grieder dann beim Start um 12 Uhr in der Oberstadtstrasse. «Kurzentschlossene können sich bis eine Stunde vor Start noch Anmelden. Grieder erhofft sich ein Volkssportfest, das sich als solches auch etabliert. Es ist zudem der Startschuss des 25-Jahr-Jubiläums seines Geschäfts. Er selbst wird nicht an den Start gehen. «Vielleicht bei einer nächsten Ausgabe, am Sonntag bin ich zu fest in den Event eingespannt.»