Baden
Fortyseven: Italienische «la Repubblica» berichtet gross über das neue Thermalbad

Die bekannte Tageszeitung widmet der Therme eine ganze Zeitungsseite. Die Betreiber des Bades hoffen derweil, dass die Gästezahlen nach der Aufhebung der Coronamassnahmen deutlich steigen.

Pirmin Kramer
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Ausriss aus der «la Repubblica» vom 16. Februar.

Ausriss aus der «la Repubblica» vom 16. Februar.

Für international bekannte Zeitungen gab es in den vergangenen Jahren kaum je Anlass, um über die Stadt Baden zu berichten. Nur die Badenfahrt sorgte für die eine oder andere Schlagzeile.

Diese Woche nun hat die «la Repubblica», neben dem «Corriere della Sera» die grössten und wichtigsten Tageszeitung in Italien, gross über das neue Thermalbad berichtet. Die «Style»-Beilage widmet der neuen Wellnesstherme Fortyseven eine ganze Zeitungsseite, wobei der Fokus auf der Architektur liegt.

«Einen Blick auf die Sonne und den Himmel»

«Die Thermen, über die schon Bracciolini berichtete und die in den vergangenen Jahrhunderten vom Adel geliebt wurden, werden mit dem Projekt von Architekt Botta wiedergeboren», heisst es. Die «la Repubblica» lobt, die Therme sei wieder mit der Landschaft verbunden, das Bad mit dem Fluss, der Limmat, und Grünflächen verknüpft.

«Die Farben der Natur kehren in die Innenraummaterialien zurück», heisst es weiter. «Terrakottafarbene Platten bedecken Böden und Wände, Ahornholz wird für die schallabsorbierenden Decken verwendet. Die Oberlichter, also die Dachfenster, «bieten einen Blick auf die Sonne und den Himmel». Die Leserschaft der Zeitung erfährt auch einiges über die Geschichte des Bäderquartiers. So zum Beispiel, dass es vor dem Neubau einige wenig überzeugende Projekte gegeben hatte. Auch die erhoffte Gästezahl von jährlich 350'000 Eintritten wird im Artikel erwähnt.

Gästezahlen zuletzt tiefer als erhofft

Die Therme kann die überraschende Publicity gut gebrauchen. Denn zuletzt lagen die Gästezahlen je nach Tag zwischen 25 bis 50 Prozent unter dem Ziel. Nach wie vor sei eine Zurückhaltung aufgrund der 2G-plus-Regelung zu spüren, sagte Geschäftsführerin Nina Suma Anfang Februar.

«Dass die Zertifikatspflicht nun wegfällt, ist eine riesige Erleichterung», sagt Suma am Donnerstag. «Wir freuen uns sehr, dass wir das Fortyseven ohne Zertifikat zugänglich machen können.» Sie spricht von einem freudigen Moment. «Seit unserer Eröffnung im November galt bis auf wenige Tage eigentlich immer die 2G beziehungsweise 2G-plus-Pflicht.»

Dass der Zugang nicht uneingeschränkt möglich war, habe sich nicht nur in Baden auf die Frequenzen ausgewirkt. Im Thermalbad in Bad Zurzach, das ebenfalls von der Stiftung Gesundheitsförderung Baden + Bad Zurzach betrieben wird, seien die Zahlen ebenfalls rückläufig gewesen, im selben Ausmass wie in Baden. «Wir sind nun zuversichtlich, dass die Gästezahlen steigen», sagt Suma.

Sehr weitläufige Therme

Man könne sich als Badegast im Thermalbad auch nach der Rückkehr zur Normalität weiterhin wohlfühlen, sagt Nina Suma. «Es gibt nach wie vor Menschen, die Angst haben. Aber wir haben eine sehr weitläufige Therme. Und weil wir eine Wellnesstherme sind, gehört es zu unserer Philosophie und zu unserem Leistungsversprechen, dass wir nicht uneingeschränkt Menschen reinlassen wollen.»

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