Baden
Feuerwehrfusion: Laut Stadtrat Matthias Gotter zeichnet sich eine Lösung ab

Entstehen soll die grösste Feuerwehr im Aargau. Doch der Badener Einwohnerrat hat den Vertrag letzte Woche zurückgewiesen. Manche sehen den Zusammenschluss in Gefahr. Nun äussert sich der Badener Stadtrat Matthias Gotter zu den Vertragsverhandlungen.

Pirmin Kramer
Drucken
Die fusionierte Stützpunktfeuerwehr Baden würde ein Gebiet mit 35'000 Einwohnerinnen und Einwohnern abdecken. Doch der Vertrag ist im Badener Parlament in Kritik geraten.

Die fusionierte Stützpunktfeuerwehr Baden würde ein Gebiet mit 35'000 Einwohnerinnen und Einwohnern abdecken. Doch der Vertrag ist im Badener Parlament in Kritik geraten.

Alex Spichale

Geplant war ein Zusammenschluss per 2023: Die Feuerwehren von Baden, Turgi, Gebenstorf, Birmenstorf und Mülligen planen eine Fusion. Doch im Badener Einwohnerrat ist der Vertrag vergangene Woche wegen Mängeln zurückgewiesen worden.

Streitpunkt sind die 42 Franken pro Einwohner, welche die Anschlussgemeinden jährlich an Baden entrichten müssen. Diese Woche sind Befürchtungen geäussert worden, das Projekt könnte gefährdet sein (Ausgabe von gestern).

«Sind bereits wieder im Austausch»

Nun äussert sich Matthias Gotter (Die Mitte), Stadtrat und Sicherheitsvorsteher in Baden, zur Debatte. Er sagt: «Wir sind bereits wieder im Austausch mit den anderen Gemeinden. Es zeichnet sich eine Lösung ab.»

Matthias Gotter, Badener Stadtrat.

Matthias Gotter, Badener Stadtrat.

zvg

Man werde an einen Tisch sitzen und den Vertrag neu aushandeln. Gotter ist überzeugt, dass bald eine Lösung erarbeitet werden könne: «Der ganze Prozess war bisher sehr partnerschaftlich, daran wird sich hoffentlich nichts ändern, und ich bin sicher, dass wir eine gute Lösung finden werden.» Ob die Fusion bereits wie geplant per 2023 umgesetzt werden kann, sei aber noch offen.

Grösste Feuerwehr im Aargau geplant

Entstehen würde bei einer Fusion die grösste Feuerwehr im Kanton Aargau mit 200 Einsatzkräften. Die fusionierte Stützpunktfeuerwehr Baden würde ein Gebiet mit 35000 Einwohnerinnen und Einwohnern rund um das Gebenstorfer Horn abdecken.

Auslöser für die Prüfung der Fusion war die geplante Gemeindefusion von Baden und Turgi. Auch dieser Zusammenschluss wird derzeit vorangetrieben. Seit dieser Woche liegt der Fusionsvertrag vor; Rückmeldungen können bis 19. August an die Projektleitung gemeldet werden, per E-Mail an baden-turgi@baden.ch oder baden-turgi@turgi.ch.