Baden
Experte für Schwindel und Kopfschmerzen: KSB-Neurologe wird von der Uni Zürich zum Professor ernannt

Der 43-jährige Neurologe Alexander Tarnutzer vom Kantonsspital Baden wird zukünftig als Titularprofessor an der Universität Zürich tätig sein. In Baden hat er einen sogenannten Schwindel-Drehstuhl eingeführt.

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Alexander Tarnutzer bei einer Untersuchung mit dem Schwindel-Drehstuhl.

Alexander Tarnutzer bei einer Untersuchung mit dem Schwindel-Drehstuhl.

zvg/KSB

Hohe Ehre für Alexander Tarnutzer, Neurologe beim Kantonsspital Baden (KSB): Er ist von der Universität Zürich zum Titularprofessor ernannt worden, wie das KSB mitteilt.

Zu den Spezialgebieten des 43-Jährigen zählen die Behandlung von Kopfschmerzen und Schwindelanfällen. Tarnutzer ist seit 2018 am Kantonsspital Baden (KSB) tätig.

Nach seinem Medizinstudium in Basel absolvierte er seine Facharztausbildung in Zürich. Im Rahmen seines Forschungsschwerpunktes Schwindel und Gleichgewichtsstörungen verbrachte er ein Jahr an der John Hopkins University School of Medicine in Baltimore.

2018 wurde er für sein Gesamtwerk auf dem Gebiet der neurologischen Wissenschaften mit dem Preis der Mogens und Wilhelm Ellermann-Stiftung ausgezeichnet.

Basierend auf seinen experimentellen Studien zur räumlichen Orientierung zeigte Tarnutzer erstmals, wie sich die Anatomie und die Physiologie der Otolithenorgane direkt in der subjektiven Wahrnehmung der Schwerkraft widerspiegeln. Aufgrund dieser Entdeckung lässt sich zum Beispiel erklären, weshalb die Wahrnehmung der Schwerkraft direkt nach dem Aufstehen am Morgen weniger präzis ist.

Am KSB hat Alexander Tarnutzer einen Schwindel-Drehstuhl – das sogenannte Rotundum – eingeführt, um die Ursachen von Schwindel abzuklären und manchmal auch ad hoc zu therapieren.

Neben Tarnutzer verfügen am KSB noch über zwanzig weitere Ärztinnen und Ärzte die Befugnis, als Privatdozenten oder Professoren zu wirken. «Viele unserer Ärzte sind nicht nur klinisch, sondern auch in der Forschung tätig», sagt KSB-CEO Adrian Schmitter. Diese akademische Zusammenarbeit sei für das Kantonsspital Baden enorm wichtig. (az)

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