Achtung Wildtiere
Nach der Zeitumstellung häufen sich die Wildunfälle – Jagdverein empfiehlt: «Immer bremsbereit sein»

In der Nacht auf Sonntag hat die Winterzeit begonnen. Diese Zeitumstellung führt jeweils vermehrt zu Wildunfällen. Vor allem für Autofahrerinnen und Autofahrer ist in dieser Zeit grosse Vorsicht geboten.

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Seit der Zeitumstellung am Wochenende verschiebt sich auch der Verkehr auf den Strassen. Die Rehe wissen davon aber nichts und kommen deshalb öfter unter die Räder. (Symbolbild)

Seit der Zeitumstellung am Wochenende verschiebt sich auch der Verkehr auf den Strassen. Die Rehe wissen davon aber nichts und kommen deshalb öfter unter die Räder. (Symbolbild)

Keystone

Dank der Zeitumstellung in der Nacht auf Sonntag konnten wir alle eine Stunde länger schlafen und uns somit eine Stunde länger erholen. Unser kleiner Luxus wird in der Folgezeit aber für Wildtiere eine regelrechte Stresssituation. Denn durch die Zeitverschiebung wird es am Morgen früher hell und am Abend auch früher dunkel. Die Stosszeiten auf unseren Strassen ändern sich damit auch. Anders als wir kennen Rehe, Hirsche und Füchse jedoch keine Zeitumstellung. Die Wildunfälle steigen deshalb an.

Erhöhtes Risiko für eine Kollision zwischen Auto und Wildtier

Wegen der Zeitumstellung müssen wir uns neu in der Morgendämmerung auf den Weg zur Arbeit machen und kehren in der Dunkelheit nach Hause zurück. Genau zur selben Zeit, wenn sich die Wildtiere auf Futtersuche befinden. Denn sie richten sich nicht nach Sommer- oder Winterzeit. Dadurch kommen sich Autofahrer und Wildtiere vermehrt in die Quere und das Risiko für einen Zusammenstoss steigt.

Das richtige Verhalten auf der Strasse ist deshalb laut Rainer Klöti, Präsident des Aargauer Jagdverbands, wichtig: «Das Entscheidende ist, dass man in Zonen, in denen es vermehrt Wildtiere gibt, nicht mit erhöhter Geschwindigkeit unterwegs ist. Zudem muss man immer bremsbereit sein.» Man sollte sich also so verhalten, als würde man in einer bewohnten Gegend verkehren. «Eine Kollision mit einem Wildtier ist jedoch nicht immer zu verhindern», so Klöti. Mit besonderer Vorsicht kann man den Wildtieren jedoch viel Leid ersparen.

Was tun man bei einem Wildtierunfall?

Wenn der Worst Case eintritt und ein Wildtier angefahren wird, muss man laut Gesetz den Vorfall der Polizei melden. Wichtig ist es, dass man dieser berichten kann, in welche Richtung ein angefahrenes Tier geflüchtet ist. So kann ein Jäger nachschauen, wie es dem Tier gesundheitlich geht: «Schlimmstenfalls muss man es von seinem Leiden erlösen», so Klöti.

Falls man sich nicht ans Gesetz hält und einfach weiterfährt, kann das zu ernsthaften Folgen führen. «Man kann sich der Fahrerflucht schuldig machen», so Klöti. Hinzu kommt, dass man mit dem Tierschutzgesetz in Konflikt kommt. (mbr/AroviaToday)

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