Aarau
Verlängerte Bewilligung: AMA bleibt bis 2019 im Wunschstandort Schachen

Messeleiterin Suzanne Galliker ist zufrieden, ihr Wunschstandort für die Aargauer Messe Aarau (AMA) im Schachen ist mittelfristig gesichert. Der Stadtrat hat die Bewilligung bis 2019 verlängert.

Hubert Keller
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Messeleiterin Suzanne Galliker, hier zusammen mit einem Standbauer, empfängt die Aussteller weiterhin im Schachen. Archiv Chris Iseli

Messeleiterin Suzanne Galliker, hier zusammen mit einem Standbauer, empfängt die Aussteller weiterhin im Schachen. Archiv Chris Iseli

Chris Iseli/ AZ

Messeleiterin Suzanne Galliker freut sich riesig: «Mit dem Entscheid des Stadtrats bleibt die AMA an unserem Wunschstandort. Jetzt können wir wieder langfristig planen.»

Im nächsten Jahr wäre die dreijährige Bewilligung für den Schachen abgelaufen. «Die AMA hat sich deshalb intensiv mit der Standortfrage auseinandersetzen müssen», sagt Galliker. Es habe sich aber gezeigt, dass kein anderes Areal in der näheren Umgebung über dieselben Qualitäten wie der Schachen verfüge. Die AMA stellte deshalb ein Gesuch für eine Verlängerung, dem nun für weitere fünf Jahre stattgegeben wurde.

Den Reitern vorbehalten

Die Aargauer Messe Aarau AMA nutzt die Reithalle und zum Teil das Reiterstadion, also Anlagen, die dem Rennbahn- und Kavallerieverein im Baurecht zur Verfügung stehen. Um eine weitere kommerzielle Nutzung zu verhindern, sind die Anlagen gemäss Baurechtsvertrag primär der reiterlichen Nutzung vorbehalten. Für zweckfremde Nutzungen wie die AMA braucht es die Bewilligung der Stadt.

Die Messeleitung wird von der Stadt verpflichtet, das Parkierungs- und Verkehrskonzept zu optimieren. Stadtrat Beat Blattner kann sich vorstellen, dass die SBB ein Kombibillett anbietet, in dem der AMA-Eintritt inbegriffen ist. Auch Blattner ist froh, dass die AMA in Aarau bleiben kann: «Die Bevölkerung hätte es nicht verstanden, wenn diese Traditions-Messe hätte wegziehen müssen.» Der Stadtrat bestätigt mit der Bewilligung, dass die AMA zu Aarau gehört wie der Rüeblimärt und der Markt Aarauer Gewerbetreibender (MAG).

Keba kam nicht mehr infrage

Bei der AMA-Eröffnung Ende März 2011 in der Keba stand fest, es würde die endgültig letzte an diesem Standort sein. «Die Parkierungs- und Verkehrsprobleme waren im Brügglifeld zu gross. Die Belastungen, welche die AMA Jahr für Jahr mit sich brachte, waren der Bevölkerung nicht mehr zumutbar», sagt Suzanne Galliker.

Doch die Suche nach einem Alternativstandort gestaltete sich vor allem in Aarau als nahezu aussichtslos. Als Standortoption wurde unter anderem Lenzburg geprüft. Mit dem Wegzug wäre eine lange Tradition gebrochen worden und hätte die Messe neu positioniert werden müssen.

Während der vier Ausstellungstage präsentieren jeweils rund 270 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen. Nach dem Wechsel in den Schachen verzeichnete die AMA 2012 mit 40 000 Eintritten einen Besucherrekord.

Was nach 2019 sein wird, interessiert Suzanne Galliker vorläufig noch nicht. Sie konzentriert sich nun auf die Organisation der nächsten AMA, die vom 26. bis 30 März 2014 stattfinden wird.